Werner Ruf: Thomas von Aquin (1225?–1274) und die Lehre vom Gerechten Krieg.

Ethik und Moral waren schon immer unverzichtbar, wenn es um die Frage der Rechtfertigung von Krieg und Gewalt, aber auch um die Voraussetzungen für eine gewaltfreie Welt ging. Das Ende des Kalten Krieges ließ auf eine bessere Welt hoffen, doch seitdem ist die Zahl der sind auch die »kleinen Kriege« geradezu explodiert. Krieg ist also wieder von höchster Aktualität – und bedarf der Legitimation. Drei zentrale Vertreter der abendländischen Philosophie, die sich explizit zur Frage von Frieden, Krieg und Gewalt geäußert haben, werden auch in jüngsten Debatten bemüht, wenn es um die Rechtfertigung von Krieg geht – zu Recht? Dies wollen wir vor dem Hintergrund der Friedensentwürfe der »Klassiker« diskutieren. Thomas Aquinus entwickelte in seiner »summa theologica« das Idealbild einer – gottgewollten – gesellschaftlichen Ordnung. Darin beschäftigte er sich grundlegend mit der Frage von Krieg und Frieden und gilt seither als der Vater der Lehre vom »Gerechten Krieg«.

Im Zeitalter der »humanitären Interventionen« wurde er erneut als Kronzeuge für die Legitimität von Krieg und Intervention bemüht.

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