Zimtschnecken und Smørrebrød: Markthallen-Schwester eröffnet zweiten Laden!

Mit ihren dänischen Spezialitäten haben die Hos Søstrene-Schwestern unserer Kasseler Gastro-Landschaft einen großen Dienst erwiesen. Endlich Schlemmen wie im Land von Hygge und Wikingern – das ist so seit einigen Jahren in der Kasseler Markthalle möglich. Eine von den beiden will nun aber mehr – seid gespannt!

Line eröffnete gemeinsam mit ihrer Schwester Yasmin vor drei Jahren das Hos Søstrene in der Markthalle: „Es war eigentlich nur ein Versuch, unserer Leidenschaft nebenbei nachgehen zu können, hat sich dann aber doch anders, sehr positiv entwickelt“, resümiert Line heute. Anfangs arbeiteten beide Frauen neben Essen vorbereiten, Menükarten entwerfen und dem Verkauf von Smørrebrød und Co. noch Vollzeit in ihren Berufen.

Kinderleicht?

Noch ist einiges zu tun im neuen Lokal.

Doch Line hat schnell gemerkt, was sie wirklich will: „Ich habe nach kurzer Zeit mein Architekten-Leben an den Nagel gehängt und mich voll der Gastro gewidmet. Ab Mitte 2018, war ich Vollzeit für unser kleines Lokal in der Markthalle im Einsatz. Große Veranstaltungen – Hochzeiten, Messen oder Geburtstage – sind mehr und mehr dazu gekommen. Ich gehe darin voll auf und habe das gefunden, was ich die nächsten Jahre machen möchte.“ Ihre Schwester wusste schnell, dass ihr Herz für die Arbeit mit Kindern schlägt und trat aus dem gemeinsamen Geschäft aus. Doch Line ist nun nicht alleine, sondern wird von ihrer Mutter und ihrem Team unterstützt. Von der dänischen Mama lernten die zweisprachig aufgewachsenen Schwestern übrigens auch die heimischen Rezepte von klein auf.

Königsdiziplin: Smørrebrød

Der Thekenbereich ist von klaren Linien gekennzeichnet.

Das gute Feedback für ihr Lokal in der Markthalle spornte Line zu mehr an: Ein weiterer Platz soll her! Den Wunsch hegt sie jetzt seit etwa einem Jahr. In der Markthalle stoße man auf gewisse Grenzen, erfahren wir von der jungen Kasselerin: „Die Öffnungszeiten sind nicht flexibel, was manchmal auch seine Vorteile hat. Dazu kommt aber: unser Stand liegt relativ versteckt im Erdgeschoss. Im Sommer ist es nicht sehr attraktiv in der dunklen Halle zu sitzen, außer es ist so heiß, dass sich unsere Gäste über etwas Abkühlung freuen.“ Die Markthalle war jedoch – wie für viele andere – ein super Start: „Wir haben uns nach und nach entwickelt und sehr viel Erfahrung gesammelt. Alles ohne großes Risiko!“ Das neue Lokal in der Wolfsschlucht (Ecke Theaterstraße) soll nun von Anfang an voll und ganz Lines Vorstellungen entsprechen! Beim Design des neuen Lokals setzt sie komplett auf dänischen Minimalismus. Sie vermutet, dass hier doch noch ihr Architekten-Ich durchkommt.

Kooperationen?

Klare Linien und dänische Formensprache unterstreichen das Konzept.

Das Angebot bleibt ähnlich wie im Markthallenstand, der übrigens auch bestehen bleibt. Es gibt weiterhin Smørrebrød, Zimtschnecken, Frühstücksvariationen, Suppen und vieles mehr! Alles selbst gebacken und frisch zubereitet! „Wir werden unseren Fokus aber noch mehr auf das Mittagsgeschäft richten. Beispielsweise wird es zum Smørrebrød immer einen begleitenden Salat geben. Ein paar ausgewählte Weine und frische Gemüsesäfte sollen das Sortiment abrunden“, erklärt die Inhaberin. Weitere Pläne: „Es wird auch weiterhin unsere Gin Tastings geben, vielleicht entsteht da auch noch eine Kooperation mit unseren Nachbarn von der Drei Bar. Mal sehen. Das Team ist natürlich auch viel größer als in der Markthalle!“

Klare Sache!

Die Leiter verspricht: Es sind noch einige Handgriffe zu erledigen, bis es los gehen kann.

Das Lokal trägt zukünftig den Namen „Frokost – hos Line“, was so viel bedeutet wie Lunch bei Line. Es beherbergte bereits kurzfristig ein Bistro: „Einige Leute fragen mich, ob ich keine Angst habe, auch bald wieder schließen zu müssen. Aber ehrlich gesagt bin ich sehr optimistisch, was den Standort angeht.“ 40 Sitzplätze plant die Halbdänin aktuell – plus Terrasse. „Ich glaube, unser Angebot wird das bestehende Gastrosortiment super ergänzen. Und es gibt so viele Büros drum herum, wenn man da ein tolles Lunch anbietet, kann eigentlich nichts schiefgehen. Vielleicht kommen auch immer mehr Leute gezielt in dieses Viertel, um gemütlich den Nachmittag oder Abend ausklingen zu lassen“, hofft Line. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen und freuen uns auf unserer erstes Smørrebrød im Sonnenschein auf der Terrasse.

Lecker, da kann man doch nicht anders als mal vorbeizuschauen

Losgehen soll es geplant am 18. Juli. Line hält euch aber bei Facebook (https://www.facebook.com/Hos-Søstrene-115719089123949) und Instagram (https://www.instagram.com/hossoestrene/) auf dem Laufenden!

Seid Ihr neugierig, wie alles in der Markthalle anfing? Dann lest unser → „BRAUSER trifft“ mit den Schwestern!

Fotos: privat, alle n.h.