Kinder-Keyboard-Museum in Kassel: Mitten auf dem Karlsplatz?

Flaniert Casio Rakete durch die Kasseler Innenstadt, fragt man sich, ob man sich selbst oder er sich in Ort, Zeit und Galaxie geirrt hat. Fest steht: Der Kasseler ist ein Musiker der Seinesgleichen sucht, allerdings wohl nicht finden wird. Wir berichten von dem Gespräch mit dem schlagfertigen Schlagersänger und jeder Menge Selbstironie.

Ein Bild von Casio, das vor der Auszeit im Bunker entstanden sein muss

Nach eigenen Angaben befindet sich Casio auf dem Olymp der Popmusik. Klar ist, dahin brachte ihn weder Talent oder Glück, sondern nur Schweiß, Disziplin und jede Menge Buckeln. Wer es in Kassel soweit geschafft hat, kann seiner Meinung nach eigentlich nicht mehr viel erreichen. Bis dahin versucht er eins: „Ich versuche noch so viel Schotter wie möglich zu machen.“ Was er damit vor hat? Ganz klar, sich seinen Lebenstraum erfüllen: den Traum vom weltweit ersten Kinder-Keyboard-Museum hier in Kassel mitten auf dem Karlsplatz.

Neue Platte

Casio verbindet kleine Keyboards und große Gefühle

Doch auch wenn ihm diese kulturelle Einrichtung noch fehlt, gefällt Casio an den Kasseler/innen besonders die Vorliebe für leicht schmierige Schlagersänger. Der Künstler, der seine Aufgabe darin sieht, den Menschen klar zu machen, dass große Gefühle und kleine Keyboards kein Gegensatz sein müssen, war in den letzten Wochen fleißig und hat eine neue LP rausgebracht. Wo und wie genau diese wirklich entstanden ist, ist nicht sicher – Casio meint: „Meine EP >Live in Amerika< ist ein einzigartiges Tondokument aus dem Jahre 1982. Damals war ich mit Udo Jürgens und Roland Kaiser auf meiner ersten Amerika-Tournee und wir konnten mit hoffnungsvollen Nachwuchsstars wie Frank Sinatra und Roy Orbison auftreten.“ Auch wohl der Grund für sein Werk: „Diese Veröffentlichung soll Frank und Roy vor dem Vergessen bewahren.“

Angst vor Aluhüten

Aktuell verbringt Casio nach eigenen Angaben viel Zeit in seinem Privatbunker: „Allerdings nicht aus Angst vor dem Virus, sondern aus Angst vor den Fans, die nun wieder in Scharen vor meiner Villa zelten und etwas seltsame Transparente mitgebracht haben. „Ich möchte dich unter meinem Aluhut braten!“ steht da beispielsweise.“ Was er da wohl macht? Der Keyboardspieler berichtet: „Ich beschäftige mich mit Makramee und meiner riesigen Seidenkrawatten-Sammlung.“ Wir sind gespannt, wann er sich dort wohl wieder hinausbegibt – so lange hören wir in seine LP rein!

FB: https://www.facebook.com/casiorakete
Web: http://www.raketenpop.de

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Fotos: privat, alle n.h.