Kasseler Newcomerin im Theaterstübchen: Visible supportet von Ibanez!

Das Theaterstübchen öffnet wieder seine Türen! Trotz verringerter Sitzplatzanzahl (aus den bekannten Hygienegründen), spart Inhaber Markus Knierim nicht beim Programm! Am Samstag, den 13.6. hat er mit VISIBLE Newcomerin geladen (Tickets hier), die das Publikum im Stübchen mit ihrem rhythmischen Schlaggitarrenspiel und ihren tiefgehenden Texten berühren wird. Wir wollten mehr über die junge Kasselerin erfahren und haben nachgehakt.

Mit Musik ist die junge Frau aufgewachsen: Klavier, Gitarre, Schlagzeug. Bevor sie Solo begann, war sie Drummerin in einer Metal-Band. Bei ihrem perkussiven Gitarrenstil vereint sie Rhythmus und Power. „In Kombination mit der Loopstation lassen sich auch mystische oder wie meine Nachbarn immer zu sagen pflegen, sphärische Sounds erzeugen, die einen wesentlichen Bestandteil meines Styles ausmachen“, erklärt uns die Musikerin. Hier die richtige Waage – besonders bei gefühlvollen Songs – zu finden ist gar nicht so einfach, aber Visibles Leidenschaft. „Ich schätze, ich bin keine Frau für die einfachen Techniken“, scherzt die Musikerin, die trotz ihres Newcomer-Status bereits renommierte Supporter hat: „Das sind unter anderem Ibanez-Gitarren und D’adarrio-Strings, der Rolls Royce unter den Saiten“, erzählt sie. Wie es dazu kam, fragt man nicht lange, sondern freut sich einfach, als junge Künstlerin gefördert zu werden: „Es ist ein schönes Gefühl, vor einem Konzert neue Saiten aufzuziehen und nicht überlegen zu müssen, ob es mit den alten nicht auch noch mal geht.“

Stilvoll

Ihren eigenen Stil hat sie nach eigenen Angaben nicht gefunden, allerdings auch nie gesucht: „Da haben sich verschiedene Stränge von selbst entwickelt, sind zusammengekommen oder auch nicht, und nach einer Zeit wieder auseinandergegangen und in manchen Fällen auch zusammengekommen und zusammengeblieben“, erklärt sie. „Ich bin alles andere als fertig, es gibt immer wieder neue Entwicklungen. Erst letzte Woche habe ich durch Zufall eine neue Perkussionstechnik auf der Gitarre entdeckt, die ich für mich jetzt weiterentwickle, denn ich liebe es, mit Rhythmen zu experimentieren!“

Sehnsucht

Dem Moment, endlich auf der Bühne im Theaterstübchen zu stehen, sieht sie mit Vorfreude entgegen. Viel zu lange hat sie nicht mehr vor Publikum spielen dürfen: „Ich habe mein letztes Konzert im Dezember gegeben. Mir sind im Frühjahr alle Konzerte und eine kleine Tour als Support Act weggebrochen. Das war nicht nur ein riesiger finanzieller Verlust. Der Shut- oder Lockdown hat für uns Musiker alle eine schnell eingreifende Veränderung dargestellt. Wir leben von unseren Auftritten finanziell, wir leben aber auch für unsere Auftritte“, erklärt Visible, die zu Hause am liebsten Tash Sultana und Elih hört. Elih hat sie sogar letztes Jahr auf einem Festival kennengelernt. Die Zeit allein hat die Musikerin natürlich nicht ungenutzt gelassen und hat sich vom Verhalten ihrer Mitmenschen inspirieren lassen. Entstanden ist ihr neuer Song „Wings“, indem es darum geht, die Freiheit wiederzuentdecken. „Im Lockdown ist mir aufgefallen, dass immer mehr Menschen alleine raus in die Natur gegangen sind und nicht wie früher in Gruppen. Wahre Freiheit bedeutet für mich, auch glücklich mit mir selbst zu sein: Freedom’s just another word for nothing’s left to loose. Diese Erkenntnis hat mich zu dem Stück inspiriert, zu dem jetzt auch ein Video gedreht wird, in dem eine großartige Tänzerin auftreten wird. Mehr möchte ich zurzeit nicht verraten.“

Solidarität

Für das Konzert wünscht sich die Musikerin, dass möglichst viele Leute auch über den Live-Stream zuschauen und ihre Musik beim Publikum gut ankommt. Ihr Appell an ihre Zuhörer/innen: „Das Theaterstübchen kann unter den aktuellen Beschränkungen nicht kostendeckend arbeiten, aber es teilt die Einnahmen mit uns Künstlern. Insofern hilft jeder, der auf den Soli-Button drückt, nicht nur mir, sondern der ganzen Veranstaltungsreihe.“ Der Soli-Button ist das Solidaritätsticket zur Unterstützung des Stübchens. Das Spendenticket kann online gekauft werden, um dazu beizutragen, dass der Club auch weiterhin zum kulturellen Leben von Kassel gehört. „Mittelfristig wünsche ich mir, dass diese Pandemie, die so viele Menschen ängstigt und viele negative Konsequenzen für die Menschheit hat, so bald wie möglich vorübergeht und wir uns alle wieder lieb haben können“, sagt Visible – ein schöner Satz zum Abschluss. So gehen wir aus diesem Interview mit einem genauso guten Gefühl raus, wie das Publikum sicher nach ihrem Konzert.

Hier geht’s zum Livestream.

Hier bekommt ihr die Soli-Tickets.

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Fotos: ©Hortensia Hurst und ©Jennifer Fisch, privat, alle n.h.