Ich und mein: Gartenparadies ▶️▶️▶️ „Der ideale Ort zum Abschalten!“

Der eigene Garten als Kurort: Nils, entspannt hier am Liebsten

Es blüht und sprießt an allen Ecken: Nils Schellenberg kennen wir eigentlich als Kreateur saisonaler Gerichte und leckerer Cocktails. Doch der studierte Landschaftsarchitekt ist nach seiner Gastro-Auszeit zurückgekehrt. Nicht nur beruflich, sondern auch privat dreht sich bei ihm jetzt alles um Gemüse, Gärten und Gebäude.

Nach Gastro-Pause endlich geerdet: Nils schätzt an seinem Garten die Vegetation und den Wandel.

„Ich fand es schon immer spannend wie unsere gebaute Umwelt entsteht, und habe neue Gebäude und Baustellen lange und ausgiebig als Kind beäugt“, lacht Nils Schellenberg – der dann von dem Beruf des Landschaftsarchitekten endgültig an den Studieninformationstagen der Uni Kassel überzeugt wurde. Doch auch privat hat sich der Kasseler, den viele aus der „Kleinen Kantine“ (erst Markthalle, dann Uni-Campus) oder der Bar „drei/“ (Theaterstraße) kennen, für den Garten entschieden. Gemeinsam mit Freunden haben er und seine Verlobte und seit letztem Jahr einen Schrebergarten: Hier wird Gemüse angebaut, Beete angelegt, gemeinsam gegrillt oder einfach nur entspannt und gemeinsam Zeit verbracht. „Der ideale Ort, um vom Büroalltag abzuschalten und Kraft zu tanken“, weiß Nils, der seinen Traumgarten über Facebook fand.

Sein Gartenparadies

Auch Sport lässt sich super draußen machen!

„Das wunderbare am Garten mit seiner vielfältigen Vegetation ist der stetige Wandel in seiner Erscheinung. Im Gegensatz zur Architektur sind Gärten Orte der stetigen Veränderung. Ein Garten sieht heute anders aus als morgen und übermorgen“, erklärt Nils, der seit 2019 bei GTL-Landschaftsarchitektur tätig ist. Garten ist für ihn der Ort zum Abschalten neben dem Alltag und gleichzeitig der Ort des körperlichen Ausgleichs mit dem schönen Nebeneffekt eigenes, angebautes Gemüse zu ernten. Und mit gutem Essen kennt er sich aus, schließlich hat er in seiner vierjährigen Gastro-Zeit eine Menge davon zubereitet. Mittlerweile hat er wieder Fuß gefasst in seinem studierten Beruf als Landschaftsarchitekt und sagt: „Ich bin mehr als glücklich damit!“

Seine Veränderungen

Arbeit, die sich lohnt und lecker ist!

„Das Arbeitsfeld des Landschaftsarchitekten ist sehr vielfältig – von Privatgärten, was eher die Ausnahme ist über Theatervorplätze, Freianlagen von Forschungseinrichtungen, Einkaufszentren bis hin zu Stadtplätzen ist die Bandbreite sehr groß“, lassen wir uns erklären. „Genau das ist das Spannende“, schwärmt Nils. „Kein Projekt gleicht dem anderen, hat seine eigenen Reize und Anforderungen.“ Ihn begeistert vor allen Dingen, dass das Ergebnis seiner Arbeit zu sehen ist: „Ich betreue in der Regel bis zu sechs Projekte unterschiedlichster Art. Das Tolle ist, dass ich das Ergebnis meiner Arbeit immer irgendwann sehe, wenn es gebaut ist. Wer kann das schon von seinem Job behaupten?“

Seine Lieblingsorte

Wir wüssten gerne noch, was er an Kassel ändern würde, wenn es in seiner Hand läge? Nils gesteht, das sei gar nicht so einfach: „Viele gestaltete Orte stammen aus verschiedenen Zeitepochen, die unterschiedlich geprägt und beeinflusst waren, daher kann man nicht sagen, das einer besser ist als der andere. Die große Qualität unserer Stadt ist das viele Grün und die kurzen Wege. Generell kann man sagen das Orte „gelungen“ sind, wenn diese von den Menschen einer Stadt genutzt und angenommen werden“, weiß der Profi, der privat gerne Zeit an Aue und Buga verbringt. „Das sind Orte, die seit mehreren Jahrzehnten bestehen und funktionieren und zu jeder Jahreszeit spannend sind.“

Fotos: privat n.h.