Der BRAUSER-Lieferdienst-Check ▶▶▶ Heute: Restaurant Eckstein

Gegen alles gewappnet – Inhaber Miroslav Nikolic

Essen zu liefern und sich liefern zu lassen, erlebte zu Corona einen regelrechten Boom: Besonders als noch keiner die Lokale betreten durfte, war das für viele Betreiber und Betreiberinnen die einzige Geldeinnahme. Doch auch jetzt, wo die Auflagen für Getränkeausschenker und Essenszubereiterinnen noch hoch sind, ist das Liefern aus Kassels Innenstadt kaum noch wegzudenken. Wir haben für euch mal nachgehakt, wie es für die Gastros in und aus Kassel so ablief. Heute: Miroslav Nikolic vom Eckstein.

Die Corona-Krise war für den Inhaber des Restaurants Eckstein vor allen Dingen eins: „Arbeitsam“. Die York-Nachbarn haben schnell reagiert und vorgesorgt: „Wir haben auf keine Verordnungen oder Gesetze gewartet und immer schon vorher alles Mögliche umgesetzt“, erfahren wir. Stündlich wurde desinfiziert: Toiletten, Handläufe, Türklinken, Arbeitsoberflächen und mehr. Seinen Mitarbeiter/innen hat er Handschuhe und Desinfektionsmittel auch mit nach Hause gegeben, um sie auch dort zu schützen. Eine besonders coole Idee: Fahrdienste für die Angestellten, damit keiner mit den Öffentlichen fahren muss. „Wir haben Abstandsregeln und vieles mehr und arbeiten weiter konsequent täglich daran, die immer aktuellen Verordnungen zu übertreffen.“

Schnell

Bereits vor dem Lockdown kam für Miroslav die Wende: Der Restaurantbetrieb wurde eingestellt und der Lieferservice hochgefahren. Kontaktlos hat sein Team perfektioniert: Es wird um kontaktlose Bezahlmöglichkeiten gebeten, wenn das nicht geht, wird ein Briefumschlag mit Geld in einen Behälter geworfen. „Aus dem Gefäß wird der Geldumschlag bei uns dann nur in einen Sammelbehälter geschüttet. Die Kolleginnen aus dem Backoffice desinfizieren und zählen dann erst nach Dienstende in Ruhe mit Maske und Handschuhen. Wir vertrauen unseren Gästen und wurden auch nie enttäuscht!“, berichtet der Inhaber zufrieden. Auch mit der Arbeit seiner Mitarbeiter/innen ist Miroslav mehr als glücklich: „Mein Team ist sehr diszipliniert. Ich liebe mein Team“, berichtet der Gastronom, der gefühlte hundert Mal alle Standards besprochen hat. Oberste Regel heißt: Desinfektion!

Sicher

„Insgesamt haben unsere Fahrer/innen überhaupt keinen direkten Kontakt zu Gegenständen außerhalb unseres Einflussbereichs. Dazu gehört auch, dass die klare Dienstanweisung lautet: Ihr ruft unsere Kunden an, wenn ihr das Essen auf einer von uns mitgebrachten Kiste vor der Tür abgestellt habt und mehrere Schritte zurückgegangen seid. Besser fünf als nur einen“, erklärt er.

Sauber

Außer Flammkuchen kann man das gesamte Eckstein-Sortiment bestellen. Miroslav erinnert sich: „Anfangs hatten wir zusätzlich ein kleines Supermarktsortiment mit Nudeln, Milch, Konserven. Nur Toilettenpapier war uns peinlich, obwohl bei uns nie ein Mangel bestand. Unsere Lager sind immer gut gefüllt!“ Ein Ersatz zum normalen Geschäft ist das Liefern aber trotzdem nicht: „Jede/r der unseren Laden kennt, weiß, dass wir im Normalbetrieb hunderte Essen am Tag verkaufen. Das ist beim Liefern nicht ansatzweise möglich. Wir haben alles versucht, aber es geht nicht. Anfangs bin ich selbst für 15 Euro-Bestellungen 30 Kilometer gefahren.“ Jetzt, wo er wieder öffnen kann, versucht Miroslav seinen Gästen vor allen Dingen die Angst zu nehmen. Sein Konzept: Plexiglasscheiben an jedem Tisch unter der das Essen durchgereicht wird.

Web: https://eckstein-liefert.de

Facebook:  https://www.facebook.com/eckstein.kassel.de/

 

Fotos: privat, alle n.h.