DAS ERSTE MAL: Etwas wiederfinden ▶️▶️▶️ „Was ich gesucht habe und was ich fand…“

Zahlreiche #Challenges durchfluten aktuell die sozialen Medien. Ob #Kinderbild, #Fußballchallenge oder #Antifussballchallenge. Fakt ist: Wenn noch mehr Herausforderungen in Umlauf kommen, habe ich bald mein gesamtes Fotoalbum gepostet. Doch es hat es auch etwas Gutes, wenn man mal seine Sachen durchsucht!

Aufgabe: Poste ein Bild aus Deiner Kindheit – okay, sollte ich schaffen. Doch wo waren die Bilder von Kindergarten, Grundschule und Co. gleich noch einmal verstaut? Und dann fing das Gesuche und damit auch das Gefinde an. Und letztendlich hat mich der Post – ganz influencerlike – gleich einen ganzen Nachmittag gekostet. Aber nicht, weil ich mich nicht gleich entscheiden konnte, welches Kinderfoto ich poste – süß an Fasching, heulend weil ich meinen Willen nicht bekommen habe oder das typische Spaghetti-Bolognese-Gesicht – sondern, weil in den Tiefen von umfunktionierten Schuhkartons zahlreiche Erinnerungen lauern.

Was haben wir denn da?

Der „Ach-das-habe-ich-ja-auch-noch-Moment“ ließ natürlich auch nicht lange auf sich warten, denn ich fand’ ein echt tolles Geschenk, was ich mir viel zu selten ansehe.

Vor etwa fünf Jahren war ich auf einem Schüleraustausch in Kapstadt. Eine tolle Erfahrung, die ich ganz sicherlich nie vergessen werde. Jeden einzelnen Tag könnte ich zwar nicht rekonstruieren. Aber dafür – und das ist mein „Wiedergefunden-Moment“ – fiel mir beim Durchforsten meines Kleiderschranks das Abschiedsgeschenk meiner Austauschpartnerin in die Hände: ein selbstgestaltetes Fotoalbum von unserer gemeinsamen Zeit.

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Nach dem Verdrücken von ein, zwei Rührungstränchen, war ich dann mehr als dankbar für Social Media. Nicht nur, weil mich die Challenge an schöne Momente von früher erinnert hat, sondern auch, weil ich meine südafrikanische Freundin sofort einweihen konnte. Was sind für das Internet schon 10.000 Kilometer?

 

 

 

Fotos: privat n.h.