„Ich werd’ 20!“ & „Ich werd’ 40!“ ▶▶▶ Zwei, für die 2020 auch ein Jahrzehntewechsel wird

Endlich 2020! Wir wünschen ein frohes neues Jahr! Und bevor alle Silvester-Muffel und jene, die es durch überhöhten Sektkonsum zur Jahreswende geworden sind, meckern: Ja, trotz dieser schönen Zahlenkombi ist’s ein Jahr wie jedes andere. Trotzdem ist der Start in neue Jahr eine gute Gelegenheit, in sich zu gehen und sich klar zu werden, was will ich für die nächsten 366-Schaltjahr-Tage? Wir haben uns umgehört und rufen gemeinsam mit Katharina (li.) und Daniel: Endlich 20! Oder endlich 2020, nämlich 40.

Ach ja, der Jahreswechsel. Bis Ende Dezember wird mit guten Vorsätzen um sich geworfen – doch Mitte Januar schleicht sich der Alltagstrott doch wieder ein und man verschiebt es auf das nächste Jahr. Auch Daniel kennt das und hat neben den Zigaretten auch die guten Vorsätze weggelassen: „Ich denke, es braucht keine guten Vorsätze am 1. Januar, wenn man etwas ändern will, kann man das an jedem anderen Tag im Jahr machen. Die typischen guten Vorsätze, wie mit dem Rauchen aufzuhören, habe ich schon ein paar Jahre vorher unter dem Jahr umgesetzt.“ Trotzdem möchte der noch 39-Jährige sich in seinem 41. Lebensjahr mehr auf’s Fahrrad setzen. Die 19-jährige Katharina arbeitet lieber ihre To-do-Liste ab, statt sich wieder einmal nicht an Vorsätze zu halten: „Ich lasse ich das Jahr 2020 auf mich zu kommen und mache das Beste daraus, wie zum Beispiel meinen Führerschein endlich zu machen!“

19, 20, 21 – wo ist da der Unterschied?

Den 18. Geburtstag, die Volljährigkeit, da wurde heftig gefeiert! Doch ist es ein Grund, wenn sich die Zehnerziffer im Alter ändert, eine große Fete zu schmeißen? „Ich feiere wie eigentlich immer im kleinen Kreis mit meinen Freunden und separat mit der Familie. Ich bin nicht der große „Feiertyp“ und freue mich darüber, mit meinen Freunden anzustoßen und zu essen“, erklärt Katharina. Der Noch-Schülerin ist nicht ihr Alter wichtig, sondern was das Jahr für sie bereithält: „Durch den Schulabschluss habe ich so viele Möglichkeiten, die sich mir gerade bieten, wie zum Beispiel eine Ausbildung zu machen, zu reisen, zu studieren… Dadurch ist für mich bisher alles noch offen, wie ein ungeschriebenes Buch.“

 

Kassel – unsere Stadt

„Wir haben einen Trip nach Paris ins Disneyland geplant und es stehen wieder ein paar Konzerte an, im Februar freue ich mich auf Slipknot in Stuttgart“, erfahren wir von Daniel, der sich auch vorstellen kann, seinen Geburtstag mit seiner Frau ganz ruhig im Urlaub zu verbringen: „Der Jahrzehntewechsel hat eigentlich keine große Bedeutung für mich. Außer, dass sich mein Alter nullt, ändert sich ja nix“, lacht er. Der Harleshäuser würde sich vor allen Dingen freuen, wenn sich im Nahverkehr mal etwas bewegt: „Von Harleshausen in die Stadt oder zur Arbeit zu fahren bedarf fast schon einer Mammutaufgabe. Eine Stunde muss man da schon einplanen. Man ist und bleibt auf das Auto angewiesen!“, erklärt er.

 

Was wirklich zählt!

Katharina ergänzt, dass sie Kassel mehr öffentliche Plätze, mit Cafés, Parks oder Bars, an denen man sich begegnen und sich austauschen kann, wünscht. „Ich fände es super, wenn es mehr kleine Einzelhändler gäbe, mit unterschiedlichem Sortiment für jeden Stil!“ Weltoffen ergänzt sie, was wir alle mit in dieses Jahr nehmen sollten: „Ich wünsche mir, dass jeder Mensch die gleichen Chancen hat, egal woher er kommt oder ob arm oder reich. Ich möchte in einer gewaltfreien Welt leben, in der jeder Mensch seine Meinung, Sexualität, Religion frei äußern kann, ohne Angst vor Hass!“

Foto: © Werner Wilhelm