Der BRAUSER-Mittags-Check „vegane Küche“ ▶▶▶ Heute: Die Uni-Mensa am HoPla

Mittags muss es schnell gehen – vor allem beim Essen. Aber gut und lecker soll es trotzdem sein? Und dann auch noch unter Verzicht auf alles Tierische im Essen? Wir haben uns in diesem Monat die Angebote der veganen Küche mal näher angesehen und checken heute: die Zentralmensa der Uni am Campus Holländischer Platz.

Es ist noch nicht sehr lange her, da haben die Macher der Uni-Mensa eine weitere Auszeichnung eingeheimst. Die Tierrechtsorganisation PETA hat drei Sterne vergeben und die Zentralmensa mit dem Titel „Top-Mensa“ in der Kategorie „Die vegan-freundlichsten Mensen 2019“ ausgezeichnet (https://www.peta.de/mensa-ranking-2019#3-sterne). Ein Grund mehr, dass wir bei unserer kleinen Test-Reihe der veganen Mittags-Tisch-Angebote auch hier einen Check absolvierten. Hungrig machen wir uns ans Werk…

Heute gibt es an der veganen Theke eine Kürbis-Suppe mit Gewürzpopcorn. Das hört sich nur lecker und interessant an, sondern sieht auch toll aus. Während wir so in der Schlange stehen vor der veganen Theke in der Mensa blicken wir uns nochmal kurz um. Unser spontaner Eindruck ist, dass nicht nur gut ein Drittel aller Hungrigen bei den veganen Angeboten steht, sondern dass das Speisen-Angebot selbst sich genauso vielfältig darstellt, wie die, die dafür anstehen. Also auch hier zeigt sich, dass vegane Ernährung lange aus der Nische der Sonderlinge und Missionare herausgewachsen ist.

Jetzt geht es auch ratzfatz: die Schlange war nicht unbedingt kurz, aber es geht zügig voran und wir haben nun die Suppe und zwei Beilagen auf dem Tablett. Zackzack, Getränk dazu und ab zur Kasse. Je nach Status kostet das Ganze zwischen drei und fünf Euro – gewohnt günstig. Viele freie Sitzplätze gibt es nicht, aber wir werden fündig und löffeln auch gleich los. Gestillt wird anschließend nicht nur der Hunger. Unsere Erwartungen werden rundherum übertroffen. Die Suppe – geschmacklich genauso wie optisch – könnte in jedem guten Restaurant ihren Platz finden und wäre sicher das Bild des Tages. Ich stelle sie mir kurz in einer eiernd-unrunden grün-blau-gestreiften Töpferschale vor auf einem groben Holztisch und daneben ein zierliches Blümchen auf dem Tisch – die selbstgemachte Limo nicht zu vergessen. Und zack: wären wir im Szene-Café oder dem trendigen Mittags-Imbiss und das ganze würde durch die Instagram-Stories geistern. Wie auch immer. Hut ab, Monseigneurs de Mensa! Was ihr da täglich zaubert für alle, die nix essen wollen, was mal Augen hatte, kann sich sehen lassen. Entschuldigt den schlechten Kalauer, aber das Lob war ernst gemeint. Und geschmeckt hat’s auch. Also los: probiert’s mal aus!

Aktueller Speiseplan hier: https://www.studierendenwerk-kassel.de/speiseplan/zentralmensa-arnold-bode-strasse/

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