Ich und mein… …Instrument



Drums, Toms und Becken – dahinter fühlt Amelie sich wohl. Egal, ob Liedbegleitung, Grooven oder Stress abbauen, die 15-jährige Schülerin des Wilhelmsgymnasiums weiß jetzt schon: Auch in der Zukunft will sie weiter Schlagzeug spielen!

Wie bist Du zum Schlagzeug gekommen?

Ich spiele Schlagzeug, weil es mir sehr viel Spaß macht. Ich war schon immer musikbegeistert und war dann irgendwann vom Schlagzeug echt angetan. Nachdem ich meine Eltern dann davon überzeugt hatte, dass das nicht nur eine kurzzeitige Begeisterung ist, haben wir begonnen, uns mal ein bisschen zu informieren, welche Möglichkeiten für Schlagzeugunterricht es denn in Kassel so gibt. Und sind dann auf die „École de Batterie“ von Winni Borgolte gestoßen. Die haben wir dann schlussendlich auch ausgewählt, da sie die professionellste Schule hier in Kassel ist. Die unterrichten seit vielen Jahrzehnten nach der Dante-Agostini-Methode (eine Drum-Heft-Reihe, für den Schlagzeugunterricht Anm. d. Red.), mit der man sehr professionell und strukturiert Schlagzeug lernt. Mit meiner Wahl bin ich auch bis heute sehr zufrieden, da die Lehrer dort super freundlich sind und man mit der Methode sehr gut lernt.

Seit wann spielst Du?

Ich spiele seit Anfang Februar 2016 Schlagzeug.

Was begeistert Dich so daran? 

Schlagzeug ist meiner Meinung nach ein sehr vielseitiges Instrument, das in so ziemlich jeder Musikrichtung zum Einsatz kommt. Mir persönlich macht es einfach sehr viel Spaß, Schlagzeug zu spielen. Besonders die Herausforderung reizt mich, da man prinzipiell nie auslernt und es unendlich viele Möglichkeiten und Variationen verschiedener Grooves gibt. Auch wenn es einige Leute gibt, die der Meinung sind, dass ein Schlagzeug allein eher Krach ist als alles andere, finde ich, dass es auch ohne andere Instrumente echt cool klingen kann. Sobald man einige Grooves draufhat und die Hand-Fuß-Koordination halbwegs funktioniert macht es auch wirklich Spaß zu spielen. Sei es einfach nur so, ohne melodische Untermalung ein paar Grooves und Breaks zu spielen oder aber auch mal das ein oder andere Lied zu begleiten.

Zu guter Letzt ist Schlagzeug übrigens auch ein Instrument, an dem man gegebenenfalls auch mal ein wenig Stress abbauen kann – was dann trotzdem nicht mal schlecht klingen muss (lacht).

Spielst Du auch in einer Band?

Jein. Ich habe beim letzten „Popkonzert“ meiner Schule mit drei Freunden den Song „Boulevard of Broken Dreams“ von Green Day gespielt und da wir alle sehr viel Spaß daran hatten, planen wir auch beim nächsten Konzert wieder einen Song zu spielen. Ansonsten bin ich außerhalb der Schule bisher in keiner Band oder Ähnlichem. Mal schauen, ob sich da vielleicht zukünftig was ergibt oder ich eine Band finde – Lust dazu hätte ich auf jeden Fall.

Wir haben gehört Du bist sehr erfolgreich und hast auch Schlagzeug-Prüfungen gut abgelegt? Woraus bestehen diese Prüfungen? 

Die Prüfungen bestehen je nach Anforderungsstufe aus verschiedenen Bereichen. Zum einen werden in jeder Prüfung einige zu spielende Handsätze gefordert, ebenso wie das ein oder andere Stück, das man dann von einem Notenblatt abliest. Auf diese Prüfungen wird sich vorher selbstverständlich auch vorbereitet, sodass man vorab schon weiß, was man spielen muss und man dementsprechend auch üben kann.

Was liegt Dir besonders gut?

Was mir besonders gut liegt, kann ich jetzt gar nicht so genau sagen. Aber ich lerne und verstehe neue Techniken oder Handsätze total schnell und kann diese dann mit einiger Übung auch recht gut umsetzen.

Willst Du sie für Deine berufliche Zukunft nutzen?

Das kann ich auch noch nicht genau sagen. Es wäre natürlich ein Traum, wenn ich irgendwann durch Schlagzeug spielen meinen Lebensunterhalt verdienen könnte, womöglich mit einer halbwegs erfolgreichen Band oder Ähnlichem. Dieser Traum ist allerdings sehr ehrgeizig und eher schwer zu erreichen, das ist mir bewusst. Trotzdem plane ich schon, auch in Zukunft weiter Schlagzeug zu spielen und das eben gegebenenfalls auch beruflich zu tun, wenn sich da eine Möglichkeit ergibt, da man eben mit Dante-Agostini-Methode auch genug lernt, um als Berufsmusiker arbeiten zu können.

Wo übst Du, damit Du Nachbarn und Familie nicht zu laut bist?

Mein Schlagzeug steht in unserer Garage. Meine Familie stört es nicht, wenn ich übe, sie unterstützt mich da voll und ganz. Meine Nachbarn hören es zwar, wenn ich übe, aber es hat sich bisher noch niemand darüber beschwert. Außerdem übe ich meistens nur einmal die Woche und nicht jeden Tag, sodass sich auch niemand dauerhaft davon gestört fühlt. Um Handsätze zu üben besitze ich außerdem ein Übungspad, auf welchem ich üben kann, ohne dass irgendjemand etwas davon mitbekommt oder gestört wird.

http://schlagzeugschule-winni-borgolte.de

Fotos: privat n.h.