Ich und mein… …Auto!

Lauter, bunter, schneller – Autotuning ist ein zeitintensives Hobby und die, die sich dafür begeistern werden immer mehr – auch Antonio Motta, bekannt als Motti. Der 29-Jährige arbeitet bei einer Spedition als Fahrer und kann auch sonst nicht die Finger von Autos lassen: Egal ob Tunen, Fahren oder Fotografieren! Wir wollten wissen, wie die Autotuning-Community tickt.

Wie kam Deine Leidenschaft für getunte Autos?
Angefangen hat es mit dem Spiel „Need for Speed Underground“, dort konnte man seine Fahrzeuge verändern. Und dann kam mein erstes Auto 2008, das war ein kleiner Polo 86 C, und irgendwie wollte ich was daran verändern. Da war es erst mal nur der Auspuff-Sound. Das Auto ging mir dann kaputt und es kam mein Polo 6N: Den sah ich und wusste, der muss irgendwie tiefer werden und andere Reifen bekommen. Damals war es auch für das Fahrverhalten ganz cool und optisch fand ich das mega! Und nach dem Prinzip hab’ ich es dann beibehalten.

Was begeistert Dich daran?
Was man mit viel oder wenig Geld mit so einem Auto machen kann! Dass man sein Auto einzigartig gestalten kann und das Auto ganz anderes aussieht, als das von jemandem anderes, obwohl er das Gleiche hat.

Was machst Du eigentlich? Autos fotografieren, fahren, selber tunen?
Ich mache genau alles drei! Ich habe viele Freunde und sogar Freundinnen, die ihre Autos verändern – die fotografiere ich dann. Und meine Autos verändere ich auch!  Und das Fahren macht natürlich auch Spaß, wenn dann die Leute zu Dir schauen und Dir einen Daumen hoch zeigen – ob auf der Autobahn oder an der Ampel.


Wie ist die Community? 
Ja, also man lernt viele Neider aber auch viele Freunde kennen. Man steht irgendwo und will ein Auto kaufen, dann wird man angesprochen: Was hast du da oder dort gemacht, wo hast du dieses und jenes gekauft? Ich war auf einem Auto-Treffen, da wollte ich gerade wegfahren, weil es zu Ende war. Da wurde ich angesprochen: Es sei klasse, wie dezent ich mein Auto gemacht habe. Er wollte noch weiter quatschen, was oft passiert, aber ich hatte leider keine Zeit.

Wie zeitintensiv ist so ein Hobby?
Sehr zeit- und geldintensiv ist es: Das passgenaue Anpassen der Anbauteile oder sein Auto immer schön sauber zu halten. Autowaschen ist nicht in zehn Minuten getan! Per Hand wird das Fahrzeug mit einem Eimer gewaschen und getrocknet – das dauert.

Mein Wunsch ist, dass wir uns alle gegenseitigen Respekt erweisen. Jeder sollte sein Auto gestalten, wie er es gestalten will und wenn jemand das hässlich findet, ist es so. Es ist ja nicht sein Auto, sondern das von einem Mitmenschen, der dasselbe Hobby teilt.

Fotos: ©Motti Photography, alle privat, alle n.h.