Kanupolo – Das etwas andere Paddeln

Ab ins kühle Nass – an heißen Sommertagen ist Kanupolo eine super Abkühlung. Foto: Just in Team GmbH

Leo Weyhe spielt Kanupolo seit er denken kann – der 23-jährige Mechatroniker kam über seine Eltern zum Kanu Sport Kassel e.V., wo er seitdem mit Eifer und Leidenschaft dabei ist. Wen nach dem Lesen die Lust packt den sommerlichen Sport auch mal auszuprobieren: Der KSK veranstaltet montagabends ein Anfängertraining. Wir sprachen mit ihm

Wann wurdest Du Mitglied bei Kanu Sport Kassel e.V. und wodurch?

Ich bin tatsächlich länger Mitglied im KSK als ich denken kann (lacht). Meine Eltern haben Kanupolo gespielt, bevor ich geboren wurde und so wurde ich quasi in den Verein hineingeboren. Als Kinder haben wir oft im Verein gespielt, dort gebadet und natürlich gepaddelt und als wir älter wurden, haben wir natürlich auch angefangen, Kanupolo zu spielen.

Wie oft und wo trainiert ihr?

Training findet immer am Montag und Mittwochnachmittag statt. Am Montag gibt es zusätzlich ein Schülertraining. Man kann sich natürlich auch außerhalb der Trainingszeiten am Verein treffen und eine Runde Kanupolo spielen. Trainiert wird im Sommer immer auf der Fulda, oberhalb des Wehres beim Katzensprung.

Ganz schön wild – als Kanupolo-Sportler darf man vor Wasser keine Scheu haben. Foto: Just in Team GmbH

Was begeistert Dich so an Deinem Sport?

Ich finde Kanupolo toll, weil es eine Verbindung zwischen zwei Elementen – Paddeln und Ballsport – schafft, die auf dem ersten Blick nicht unbedingt zusammenpassen. Es ist ein sehr schnelles und vielseitiges Spiel. Um ein Spiel zu gewinnen kommt es sowohl auf die Bootskontrolle, auf die Ballkontrolle und das Zusammenspiel als Team an. Außerdem ist unser Vereinsgelände superschön an der Fulda gelegen. Gerade im Sommer, wenn es für viele andere Sportarten zu warm ist, ist Kanupolo einfach genial.

Was macht ihr im Winter oder bei schlechtem Wetter?

Naja, bei schlechtem Wetter macht man das, was man bei allen anderen Sportarten auch macht… man zieht sich dicker an. Das bedeutet beim Kanupolo: Thermoshirt, dicker Neoprenanzug und Paddeljacke. Wenn es zu kalt sein sollte, kann man nicht mehr draußen trainieren. Viele Vereine trainieren dann in Hallenbädern, doch leider ist es in Kassel sehr schwer, Trainingszeiten zu bekommen.

Was sollte man bei dem Sport beachten?

Es ist ein Wassersport bei dem es durchaus möglich ist, dass man mal mit seinem Boot umfällt. Dementsprechend sollte man vernünftig schwimmen können und auch keine Angst vor Wasser haben. Wenn man schon Erfahrungen im Paddeln hat oder schon mal eine Ballsportart wie Handball oder Basketball gespielt hat, ist das natürlich hilfreich. Das ist aber nicht nötig um mit Kanupolo anzufangen.

Beim KSK herrscht im Team super Stimmung. Foto: Just in Team GmbH

Welche Ausstattung ist nötig?

Ein spezielles Kanupolo-Boot, ein Paddel, ein Helm, eine Schwimmweste, eine Spritzdecke, ein T-Shirt eine Badehose und das Wichtigste: der Ball. Wenn man den Sport ausprobieren möchte, kann man sich alles, was man an Material benötigt, im Verein leihen.

Trefft ihr euch auch außerhalb vom Sport?

Ja, viele Leute, die mit mir spielen, kenne ich jetzt schon sehr lange. Da knüpft man schnell die eine oder andere Freundschaft. Es wird oft nach dem Training gegrillt, dabei werden das nächste Training, Turniere und was sonst so anfällt besprochen. Viele Kanupolospieler sind passionierte Wildwasserpaddler und es werden mehrfach im Jahr auch Wildwassertouren vom Verein aus angeboten.

Was machst Du, wenn Du nicht beim Sport bist?

Anderen Sport. Ich engagiere mich ehrenamtlich am Dirtpark Kassel, betreue und pflege die Sprünge und fahre auch sonst viel Mountainbike. Ansonsten verbringe ich gerne Zeit mit Freunden, gutem Essen und einem wohltemperierten Getränk.