Buchtipp: „Und morgen die Welt“ von Samira Mousa

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Als Samira Mousa mit Anfang zwanzig die schockierende Diagnose „Multiple Sklerose“ bekommt, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen. Aus Angst vor der Zukunft stürzt sie sich in die Arbeit im Berliner Nachtleben. Doch schon bald kommt sie an ihre Grenzen: Sie mutet sich und ihrem Körper viel zu viel zu. Eine Veränderung muss her. Also kündigt sie 2017 ihren Job und packt ihre Sachen inklusive Medikamente und zieht in die Welt hinaus.

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Es führt sie nach Asien, Südamerika und Italien und dort lernt sie, eine neue Beziehung zu ihrem Körper aufzubauen. Sie beschäftigt sich viel mit ihrer Krankheit und baut ihren Blog „chronisch fabelhaft“ auf, mit dem sie anderen Betroffenen Mut macht. Und inzwischen ist auch Samira sich sicher: Die Diagnose hat sie wachgerüttelt, sie mit neuen Träumen, neuen Eigenschaften und neuer Stärke beschenkt. Aber vor allem hat sie ihr den Mut gegeben, im Hier und Jetzt zu leben.

In „Und morgen die Welt“ erzählt sie nun ihre Geschichte und ihren Kampf um ein selbstbestimmtes Leben trotz Krankheit. Vor so viel Mut und Lebensfreude kann man nur den Hut ziehen.

Und morgen die Welt – Wie ich einen Schicksalsschlag in das größte Abenteuer meines Lebens verwandelte • von Samira Mousa Verlag: Eden Books • 240 Seiten • 14,95 Euro