Rathaus-Kantine: Wo Jack Wolfskin den Rinderbraten trifft

Foto: Just in Team GmbH

Mittags muss es schnell gehen – vor allem beim Essen. Aber gut und lecker soll es trotzdem sein? Wir haben uns die Angebote in der Innenstadt mal näher angesehen und checken heute: die Rathaus-Kantine.

Es mag überraschen, aber das Essensangebot in der Hochburg der städtischen Verwaltung ist für jedermann und -frau zugänglich. Leicht verwinkelt gelegen, aber barrierefrei erreichbar. Wir schnappen uns am Eingang den Wochenplan und suchen uns zwischen „Schnitzel Capri“, „Edelfisch-Lasagne“ und „Waldpilz-Omelette“ den „Rinderbraten mit Buttererbsen und Kartoffeln“ aus. Dazu ein fescher A-Saft und einen vielversprechenden Schokopudding als Nachtisch.

Doch neben der Aura der gediegenen Hallen – deren Spirit der nüchtern-grau funktionalen Bestuhlung regelhaft nur durch die Pastell-Coloration eines jeden 17. Stuhls unterbrochen wird – fällt uns vor allem eine Konstante in der Bekleidung der Besucher auf: Funktionsjacke mit Funktionsschuhwerk oder Kaschmir-V-Ausschnitt-Pullöverchen mit Cordhose. Oder beides. Der Dunst dieser stilistischen Eintönigkeit übertüncht dabei den absolut staubtrockenen Rinderbraten, den auch die Tütensoße nicht retten kann. Die Buttererbsen tragen das Tiefkühl-Grün des Systemgastro-Anbieters. Doch an den Kartoffeln und der reichlichen Petersilien-Deko scheitert es nicht. Es war einen Versuch wert, beim nächsten Mal nehmen wir den Buntbarsch mit Tomatensoße und Kaisergemüse zu 7,40 für Gäste. Bon appétit.