Müll vermeiden ist nicht schwer: Hier 10 Tipps

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Müll: Ein Problem, das nicht nur zwischen Müllbergen liegende Robben und Möwen betrifft, die weggeworfene Plastikflaschen versehentlich für einen Fisch gehalten haben. Die Berge aus Unrat, Schrott und Verpackungsmüll haben auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Wir zeigen dir, wie auch du mit geringem Aufwand umweltfreundlicher konsumieren kannst.

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1. Bewusst konsumieren

Natürlich weiß beinahe jeder von uns, dass er auf Plastik verzichten, sein Fleisch beim Metzger um die Ecke kaufen und mehr selber kochen müsste. Doch aus hygienischen Gründen werden immer mehr unserer Lebensmittel in dicke Plastikverpackungen eingehüllt. Daher sollte man seinen persönlichen Konsum reflektieren: Was verbrauche ich schnell und was steht immer wochenlang im Schrank? Wie produziere ich eigentlich unnötigen Verpackungsmüll? Wisst ihr, dass ihr täglich 200 Gramm Naturjoghurt verbraucht, dann kauft diesen doch statt in 50-Gramm-Minibechern in größeren Verpackungen – am besten sogar aus Glas. Spar-Tipp: Wer bewusst und nicht aus dem Bauch heraus konsumiert, schmeißt auch weniger weg.

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2. Durchdachter Einkauf

Wer bereits auf dem Parkplatz weiß, was er kaufen will, erspart sich hektisches Hin- und Herrennen zwischen den Regalen. So hast du die Möglichkeit, dir einmal die Alternativprodukte zu Deiner „Gewohnheits-Marmelade“ oder „Die-nehme-ich-immer-Käsesorte“ anzuschauen: Verzichtet ein anderer Hersteller vielleicht auf Plastik? Oder kann ich auch eine leckere Sorte an der Käsetheke bekommen? Für alle, die komplett auf Müll verzichten wollen: Auch mal auf dem Wochenmarkt – zum Beispiel am Wehlheider Platz vorbeischauen. Hier packen manche Hersteller ihre Produkte gerne in eure mitgebrachten wiederverwendbaren Behälter. Auch in der Markthalle, wo ihr über 70 Anbieter regionaler Lebensmittel findet, lässt sich super Kunstsoff sparen. An den Wochenenden lässt sich ein Besuch auch super mit einem leckeren Frühstück vor Ort verbinden.

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4. Deine Alternativen

Geografische Orientierung kann auch außerhalb des Supermarkts helfen: Liegt vielleicht ein regionaler Metzger auf dem Heimweg, wo du mal eben anhalten könntest? So verzichtest du nicht nur auf unnötige Frischhalte-Verpackungen, sondern kannst ein Statement gegen Massentierhaltung setzen. Besonders zentral bietet sich da der Bio-Metzger Armbröster am Bebelplatz an. Hier kannst du dir nicht nur dein Fleisch in mitgebrachte Behälter einpacken lassen, sondern bekommst auch beste Bio-Ware.

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5. Öko-Body

Auch bei der Körperpflege kann man leider schnell zum Müllsünder werden: Die Duschgel und Co.-Regale strotzen nur so vor unnötigem Verpackungsmüll. Denn ein Stück Seife ersetzt circa zwei bis drei Shampooflaschen. Auch gibt es zu Plastikrasierern schicke Metall-Alternativen, die im ersten Moment zwar teurer scheinen, aber sich bezüglich Dauer und Nachhaltigkeit rechnen. Gehe in dich und überlege, ob es wirklich die Flüssigseife statt einem Seifenstück sein muss. Die gibt es mittlerweile nicht nur für Haut und Hände, sondern auch für Haare und Bart.  Zum Beispiel auch bei Astrid Scheffer, die seit mehreren Jahren den Naturkosmetik-Laden „La Marina“ in der Friedrich-Ebert-Straße führt. Hier zu kaufen ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für’s Portemonnaie.

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6. Zusammen sparen

Auch außerhalb des Supermarkts könnt ihr euer Umweltbewusstsein schulen. Trefft euch doch mit euren Freundinnen und Freunden, um gemeinsam Onlineshopping zu betreiben. Das spart Versandwege und Verpackungskosten und verschafft euch einen geselligen Abend. Um nichts unnötig zurückzuschicken, hilft es auch, bei misslungenem Online-Shopping eure Retoure-Teile mal euren Freunden zu zeigen. Vielleicht findet sich ja ein Abnehmer.

7. Für’s Auge

Apropos geselliger Abend: Verzichtet vielleicht in der Bar mal auf Strohhalm und Cocktailschirmchen. Der Drink schmeckt bestimmt auch ohne. Diese Deko-Dinger sind letztendlich eh nur für’s Auge – und nur für wenige Sekunden nützlich. Und wetten, dass ihr euch gleich besser fühlt, wenn ihr eure Crew zu mehr Umweltbewusstsein bewegen könnt? Manche Kasseler planen das Plastiksparen auch im größeren Stil, wie Manfred Menze, der die Initiative „Kasselplastikfrei“ gegründet hat. Er zeichnet unter anderem Lokale aus, die bestmöglich auf Plastik verzichten – unter anderem eben auch Plastik-Strohhalme.

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8. Zeit nehmen

Besser schmecken wird aber sicherlich der Kaffee, den ihr euch für gemütliche zehn Minuten (oder gern auch länger) in eurem Stammcafé gönnt, statt wieder mit dem verpönten Coffee-to-go-Becher aus Pappe und Plastik durch die Innenstadt zu hetzen. So minimiert ihr nicht nur euren Müllverbrauch, sondern auch euren Stresslevel. Und wer nicht auf’s Mitnehmen verzichten kann: Denkt bitte an den eigenen Thermo-Becher, mit dem ihr in manchen Cafés sogar noch Preisnachlass abstauben könnt. Wer keine Lust hat, ständig seinen Kaffeebecher in der Handtasche zu haben, sollte sich mit dem Subcup vertraut machen. Subcup ist ein Unternehmen, das mit verschiedenen Cafés in Kassel und Umgebung zusammenarbeitet. Wer sein Heißgetränk in einem Subcup mitnimmt, kann im nächsten teilnehmenden Café seinen leeren Subcup wieder abgeben. So entgeht man leidvollem Geschleppe.

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9. Leck’ mich

Nicht nur die Einweg-Coffee-to-go-Becher bringen die städtischen Mülleimer zum Überquellen, sondern im Sommer auch jede Menge Eisbecher. Natürlich soll bei warmen Temperaturen keiner auf den Eisgenuss verzichten. Aber muss es denn immer das Eis im Plastik-Becher zum Mitnehmen sein? Auch die kleinen Plastiklöffelchen sehen in den bunten Farben zwar klasse aus, landen aber nach zehn Minuten im nächsten Müll. Unser Tipp: Nehmt das Eis lieber in der Waffel, selbst wenn ihr sie nicht mitesst macht das weniger Müll.

10. Teile teilen

Wer hat sie nicht, die Schrankhüter? Die hohen Schuhe, die man eh nur an diesem einen Abend des Jahres an hatte oder die große Kuchentrage aus Plastik, die man nur zum Geburtstag entstaubt? Das ist nicht nur Geld, das man für etwas anderes hätte ausgeben können, sondern auch unnötig verbrauchte Rohstoffe und umweltbelastender Produktionsaufwand. Wäre es da nicht super, sich diese Dinge mit den engsten Freunden oder der Familie zu teilen?

Wie ihr sehen könnt, lässt sich in vielen kleinen Alltagssituationen bereits eine Menge Kunststoffmüll sparen, wenn man sich nur einmal bewusst macht, wo und wie schnell man unbewusst den ganzen Müll produziert. Und wetten: Wenn ihr mit offenen Augen durch’s Leben geht, fallen euch noch weitere Situationen ein und auf, bei denen sich kinderleicht Plastik sparen lässt. Also, probiert’s mal aus!