Ich und mein…Ehrenamt

Wer Zeit übrig hat oder überlegt, sich einen Vierbeiner zuzulegen, kann es wie Sophie machen. Die 19-jährige Kasselerin engagiert sich ehrenamtlich als Gassigeherin und bekommt viel positives Feedback. Wir trafen sie bei einer Runde mit dem Rüden Wolf.

Wie bist du zu deinem Ehrenamt gekommen?

Ich wollte eigentlich schon seit längerem einen eigenen Hund haben, was aber durch verschiedene Gründe zu dem jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Gleichzeitig hat mir eine Freundin gesagt, dass wenn ich mir einen Hund zulegen sollte, ich doch

Foto: Privat (nh)

erstmal im Tierheim gucken soll. Daraufhin bin ich auf die Website der WauMau-Insel gegangen und habe den Punkt „Ehrenamtliche Mitarbeit“ gefunden. Das hat mich dann darauf gebracht, solang ich keinen eigenen Hund haben kann, so zumindest eine Art „Ausgleich“ zu finden.

Warum gerade Gassigänger?

Ich hatte mir bereits vorher überlegt, mich irgendwo ehrenamtlich zu engagieren und ich find die Arbeit mit Tieren im Allgemeinen sehr spannend. Was ich daran am schönsten finde, ist die Freude und Dankbarkeit, die man von dem Hund zurückbekommt. Man muss sich vorstellen, dass da sehr viele Hunde leben, die es genauso verdient haben, rauszukommen und sich zu bewegen. Und man merkt, dass das jeder einzelne auf seine Art und Weise genießt.

Kann jeder Gassigänger werden?

Fast. Man muss volljährig sein und sollte ein bisschen Zeit mitbringen, das heißt man sollte die Möglichkeit haben, mindestens zwei Mal die Woche mit den Hunden zu gehen.

Durftest du dir einen Hund im Tierheim aussuchen mit dem du Gassi gehst?

Kommt drauf an. Normalerweise ist es so, dass im Eingang eine Gassi-Geh Liste hängt, an dem die Gassigeher eintragen, mit welchem Hund sie wann gegangen sind. Das heißt für dich als Gassigeher, dass man mit dem Hund geht, der noch nicht das Glück hatte, rauszukommen. So bekommt man jedes Mal einen anderen Hund mit anderer Persönlichkeit, was es gleich viel spannender macht.

Wie oft in der Woche gehst du mit den Hunden Gassi?

Ich probiere auf jeden Fall zwei Mal die Woche zu gehen. Manchmal natürlich mehr.
Egal wie oft man geht, die Hunde freuen sich.

Wie viel Zeit beansprucht ein Gassigang?

Es ist sinnvoll mit einem Hund mindestens eine halbe Stunde zu gehen, wenn nicht sogar eine ganze. Manche Hunde kommen nicht so oft raus und dementsprechend ist der Bewegungsdrang recht groß… Da merkt man, wie der ein oder andere Mal ein bisschen stärker an der Leine zieht.

Musstest du ein Seminar oder Sonstiges besuchen, damit du mit den Hunden Gassi gehen durftest?

Ja, eine Einführung muss man absolvieren. Es gibt an jedem ersten Montag im Monat um 16.30 Uhr eine Art kurzes Seminar, bei dem grundlegende Informationen bekommt und dann direkt auch in Gruppen mit Hunden zum ersten Mal gehen darf. Ich kann das durchaus jedem empfehlen, der sich für Hunde interessiert und ehrenamtlich helfen will.