Von der Eishockey-Jugend direkt zu den Huskies: Tim Lucca Krüger startet durch

Foto: Sascha Schardt

Eishockey ist in Kassel fest verwurzelt, nicht nur auf Liga-Niveau, sondern auch in der Nachwuchsarbeit. Und dass diese immer erfolgreicher ist, beweist Tim Lucca Krüger, der als kleiner Junge begann und nun seinen ersten Profi-Vertrag unterschrieb – alles in Kassel, alles für Kassel. Lest selbst!

Wann hast Du mit dem Eishockey angefangen?

Das erste Mal auf dem Eis stand ich mit drei Jahren. Seitdem habe ich dann alle Nachwuchsabteilungen der Young Huskies Kassel durchlaufen und habe vor dieser Saison meinen ersten Profivertrag unterschrieben.

Was ist die wichtigste Fähigkeit beim Eishockey?

Eine wichtigste Fähigkeit kann ich nicht direkt bestimmen. Natürlich sind Kraft, Kondition und Koordination sehr wichtig. Teamgeist und Ehrgeiz dürfen aber auch keineswegs fehlen.

Foto: Sascha Schardt

Hast Du Dich schon mal so richtig verletzt?

Im Februar 2018 habe ich einen Schuss abbekommen und mir dabei den Finger gebrochen. Das war sehr unglücklich und hat mich den Rest der Saison gekostet.

Was begeistert Dich so bei diesem Sport?

Eigentlich alles. Das Spielen an sich natürlich, aber auch das Teamgefühl. Im Nachwuchs hat man jahrelang mit seinen besten Freunden zusammengespielt und hier in Kassel haben wir auch eine tolle Mannschaft, die sich untereinander super versteht.

Wie viel gibst Du für Deinen Sport im Monat aus oder stellt der Verein alles?

Ausgaben für den Sport habe ich keine. Alles was ich brauche, stellt der Verein.

Für wen ist Eishockey geeignet?

Generell ist Eishockey für jeden geeignet. Ganz egal, ob Junge oder Mädchen. Der Sport macht riesig Spaß und ich kann nur jedem empfehlen ihn mal auszuprobieren.

Foto: Sascha Schardt

Wie viel Zeit in der Woche verbringst Du auf dem Eis?

Trainiert wird bei uns dienstags, mittwochs und donnerstags. Dann immer für eine bis eineinhalb Stunden. Vor den Spielen freitags und sonntags sind wir morgens eine halbe Stunde auf dem Eis. Samstagmittags sind wir auch im Stadion für eine kleine Einheit. Dazu kommen dann noch die Kraft- und Athletik-Einheiten, für die jeder selbst verantwortlich ist.

Hast Du trotz deines Hobbys noch genug Zeit für die Schule gehabt?

Die Schule war immer sehr wichtig für mich. Während der Zeit im Nachwuchs waren die Trainingseinheiten immer abends, sodass der Sport dem Unterricht nicht in die Quere kam. Natürlich hat Eishockey viel Zeit in Anspruch genommen und da wurde sich auch ab und zu spät abends nach dem Training an die Hausaufgaben gesetzt, um alles für den nächsten Tag beisammen zu haben.

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Was macht Eishockey für Dich so besonders?

Eishockey begleitet mich jetzt schon mein ganzes Leben. Wegzudenken ist der Sport gar nicht. Das Besondere daran ist einfach, dass man nie die Lust an der Sache verliert und selbst, wenn es mal nicht so gut läuft hat man ein Team, das sich gegenseitig unterstützt und immer zusammenhält.

Wie kam es dazu, dass Du in die DEL2 wechseln konntest?

An die DEL2 Mannschaft wurde ich quasi schrittweise herangeführt. In der Saison 2015/16 durfte ich das erste Mal mit 17 die Vorbereitung mit der Mannschaft absolvieren. Mit 18 Jahren fing ich dann ein Fernstudium an, sodass ich auch morgens auf dem Eis stehen konnte und so die gesamte Saison am Trainingsbetrieb teilnehmen konnte.

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Den ersten Profivertrag habe ich dann vor der aktuellen Saison unterschrieben. Ich bin sehr froh, dass ich hier die Chance bekommen habe mich als Kasseler Eigengewächs in der DEL2 zu beweisen. Das alles wäre ohne die reichliche Unterstützung meiner Eltern, meiner Trainer und von allen anderen, die mich auf dem Weg begleitet haben, nicht möglich gewesen.