Buch Tipp: Stella von Takis Würger

Friedrich wird 1922 geboren und wächst in der Nähe vom Genfer See auf. Seine Mutter ist Malerin und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass der Sohn später die Kunstakademie in Wien besucht. Der Vater leitet einen Stoff-Konzern in dritter Generation und ist oft unterwegs.

Im Sommer 1941 als der Vater nach Teheran will und die Mutter nach München, beschließt Friedrich zu reisen, um ein wenig von der Welt zu sehen.

Von einem Stallburschen hört er zum ersten Mal, dass in Berlin Möbelwagen ins Scheunenviertel fahren und Juden holen. Friedrich will das Gerücht von der Wirklichkeit trennen und macht sich auf nach Berlin. Dort trifft er 1942 auf Kristin. Sie nimmt ihn mit in die geheimen Jazzclubs, trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: „Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt.“ Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt…

Stella • von Takis Würger • Carl Hanser Verlag • 224 Seiten • 22 Euro

Das Buch bekommt ihr in jedem Buchhandel oder über Amazon.