BRAUSER trifft Judith Caspari

Ihre Liebe zum Gesang begleitete sie schon durch ihre Schulzeit – dann hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. In der Wiederaufnahme von „West Side Story“ ist die 24-jährige Judith Caspari in der Rolle der Maria zu sehen. Der BRAUSER traf sich im Staatstheater mit der Sängerin mit der klaren hohen Stimme und sprach mit ihr über Tee, ihren Beruf und das große Plastikproblem.

Fotos: Thumser

Kaffee oder Tee?

Tee. Ich liebe English Rose Tea von einer britischen Marke, Whittard and Company. Das ist mein absoluter Lieblingstee. Den habe ich in London entdeckt, da reise ich total gerne hin.

 

Bier oder Wein?

Alkohol trinke ich generell eher nicht so oft wegen des Singens. Aber wenn, dann mal einen Wein.

 

Steak oder Salat?

Salat.

 

Bist du aus Kassel?

Ja, ich bin in Kassel aufgewachsen und habe auf dem Wilhelmsgymnasium mein Abitur gemacht.

 

Wie ging es dann weiter?

Dann habe ich Operngesang an der Folkwang Universität in Essen studiert und darin meinen Bachelor gemacht. Ich war aber seit meinem ersten Jahr auch hier unter anderem in „Sound of Music“ zu sehen. In meinem zweiten Studienjahr bin ich parallel zum Studium ans Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen gegangen und habe dort klassische Partien und Musicalpartien übernehmen dürfen. Vor einigen Wochen habe ich dann meinen Bachelor mit einem Bachelorkonzert abgeschlossen.

 

Warst du auch schon auf dem Wilhelmsgymnasium regelmäßig auf der Bühne?

Ja, auf den regelmäßigen Schulkonzerten hatte ich eigentlich immer meinen festen Platz und wurde immer total toll von den Lehrern unterstützt. Ich wurde immer ermutigt, Neues auszuprobieren – von Klassik bis Adele-Songs, die ich dann mit Freunden am Klavier einstudiert habe. Es war wirklich eine tolle Zeit und ich habe teilweise schon Sachen gesungen, die ich heute auf der Bühne singen darf. Das war eine wirklich wichtige und wunderschöne Zeit.

 

In welcher Location trifft man dich regelmäßig an?

Ich liebe den Vorderen Westen und mag besonders diese gemütlichen Cafés wie zum Beispiel das Rokkeberg. Ich finde es total schön, dort morgens frühstücken zu gehen. Zudem liebe ich die ganzen kleinen unabhängigen Stores wie Soki oder Wildwood. Ich finde es total schön, dass es diese unabhängigen Labels in Kassel gibt.

 

Was macht für dich Kassel so liebenswert?

Ich bewundere es sehr, dass viele junge Leute mittlerweile in der Stadt bleiben wollen und eigenständige coole Labels oder Galerien gründen. Auch die freie Musik- und Theaterszene war mir immer sehr wichtig. Mein erstes Bühnenstück war im Alter von 17 mit dem Kulturverein Studio Lev. Erst da wurde mir so richtig bewusst: Vielleicht sollte ich auf eine Theaterbühne. Durch meine Zeit in Essen habe ich gemerkt, wie die Stadt sich weiterentwickelt und gewandelt hat und wie wunderschön sie sein kann.

 

Hast du einen Lieblingsplatz?

Auf jeden Fall der Bergpark und der Aschrottpark. Der Park ist zwar klein, aber total schön, wenn man von dort aus über einen Teil der Stadt schauen kann. Das ist ein wunderbares Gefühl.

 

Was nervt dich hier besonders?

Ich glaube, es nervt mich nicht so sehr, aber was mir aufgefallen ist – da ich ja lange im Ruhrpott gelebt habe – dass einige Menschen in Nordhessen sehr störrisch sein können. Ich bin ein Mensch, der fremde Menschen auf der Straße gerne anlächelt oder einfach mal Hallo sagt, und in Kassel wird man oft angeguckt, als sei man verrückt, wenn man das tut. Es gibt natürlich auch wahnsinnig tolle und offene Menschen, aber so etwas ist mir schon vorgekommen. Im Ruhrpott wird man eher auch mal angequatscht und es finden Unterhaltungen in der Bahn statt. In Nordhessen, besonders in Kassel, redet man nicht unbedingt so schnell mit fremden Menschen.

 

Angenommen, du hast die nächsten drei Tage spontan frei, was würdest du als erstes machen?

Ich würde auf jeden Fall mit meinem Freund in eine Stadt verreisen, die wir beide lieben und die Atmosphäre, sowie die gemeinsame Zeit genießen.

 

Strand oder Berge?

Berge, wegen des wunderschönen Ausblicks und der einzigartigen Natur. Ein einziger Strandtag im Urlaub reicht mir dagegen, denn dann ist mir langweilig. Dann möchte ich auch Dinge unternehmen und mich bewegen.

 

Was sollte das Internet über dich vergessen?

Eigentlich achte ich immer darauf, dass ich nichts Komisches ins Internet stelle. Vielleicht Fotos aus der Jugendzeit, oder ältere Artikel mit peinlichen Bildern. Aber dazu sollte man stehen und das tue ich auf jeden Fall.

 

Welches Lied sollte bei deiner Beerdigung gespielt werden?

Oh, es gibt so viele wunderschöne schöne Lieder. Ich liebe das Lied „Make You Feel My Love“ von Adele. Das ist eins meiner großen Lieblingslieder.

 

Wenn man dein Leben verfilmen würde, welcher Schauspieler sollte dich spielen?

Hm, das ist schwierig. Ich liebe Marion Cotillard. Wenn sie mich vor zehn Jahren mit blonden Haaren gespielt hätte, dann würde es vielleicht gehen.

 

 

Was sind deine drei Lieblingsfilme?

Auf jeden Fall der Film „Inception“. Ich habe neulich auch einen ganz tollen Film in New York gesehen. Ich glaube, er ist in Deutschland noch gar nicht rausgekommen. Er heißt „Eight Grade“ und ist ein wahnsinnig berührender Film über ein Mädchen mitten in der Pubertät, da leidet man so richtig mit. Und „Victoria“, das ist auch ein absoluter Lieblingsfilm von mir.

 

Serien oder Sport?

Eher Serien, wenn mal Zeit ist.

Hund oder Katze?

Katze. Meine Eltern haben Eine.

 

Kuscheln oder Knutschen?

Kuscheln. Auf jeden Fall!

 

Wo kannst du entspannen, wenn dich mal alles nervt?

Am liebsten zu Hause in der Wohnung von meinem Freund und mir hier in Kassel. Das ist unser gemeinsames Paradies, in dem wir alles schön gemacht haben. Wir haben einen Balkon mit vielen Pflanzen, Gemüsesorten und Kräutern. Da entspanne ich immer beim Gärtnern. Ich koche auch unheimlich gerne und backe, wenn ich Zeit habe, was aber leider nicht oft der Fall ist. So ein Tag zuhause und einfach rumwuseln – das ist totale Erholung für mich.

 

Für was hättest du gerne mehr Zeit?

Zum Lesen, auf jeden Fall. Auch so Sachen wie Zeitung lesen, das macht man heutzutage nicht mehr so oft. Dann guckt man sich schnell ein Video an oder scrollt durch die neusten News, aber wirklich mal entspannt Zeitung lesen, das schaffe ich eigentlich fast nie, außer im Zug. Ich habe so viele tolle Bücher, die bei mir zuhause rumstehen, wo ich einfach nie dazukomme. Und mit Menschen treffen, wirklich Gespräche zu führen und die Zeit zusammen genießen, anstatt sich nur kurz auszutauschen. Ich habe ja das Problem, dass ich in den letzten Jahren von Essen nach Kassel gependelt bin. Dann hatte ich weder richtig Zeit für meine Freunde aus Kassel, noch konnte ich viel Zeit mit meinen Freunden aus Essen verbringen.

 

Wenn du die Möglichkeit hättest, spontan etwas zu verändern –was wäre das?

Ich würde gerne den Plastikkonsum der Welt verändern. Ich war vor Kurzem mal wieder in Amerika, wo mir wieder besonders bewusst geworden ist, was für Unmengen an Plastik verbraucht und täglich weggeschmissen werden. Man bekommt für Alles Plastik, die Menschen essen zu Hause mit Plastik. In Europa sind wir vielleicht ein bisschen weiter, aber unser Verbrauch ist trotzdem noch viel zu hoch. Und wir sind noch lange nicht über dieses Thema voll und ganz aufgeklärt. Das ist sehr beunruhigend und dieses riesige Problem würde ich gerne ändern. Ich bin natürlich kein Experte, aber ich versuche es mittlerweile so gut es geht in den Alltag einzubinden, dass ich Plastik vermeide. Aber die letzten drei Wochen in Amerika ging es zum Beispiel nicht ohne Plastik und das ist wirklich traurig gewesen.

 

Wann hast du das letzte Mal geweint und warum?

Ich habe, glaube ich, das letzte Mal geweint, als ich berührende Musik gehört habe. Ich weiß nicht mehr, was es war, aber das geht mir oft so, wenn ich zuhause sitze und ich mir Musik anhöre, dann kommen Erinnerungen hoch und dann weine ich. Aber ich bin auch ein Mensch, der sehr gerne aus Freude weint.

 

Hast du das Gefühl, dass das etwas mit deinem Beruf zu tun hat?

Ich weiß es gar nicht. Ich bin eigentlich ein Mensch, der sowieso nah am Wasser gebaut ist. Bei der „West Side Story“ weine ich oft ganz automatisch in der letzten Szene des Stückes, weil man eine lange emotionale Reise durchlebt hat und dann alles von mir abfällt.

Trés chick: Das Valentino-Handtäschchen von Judith.

 

Gibt es eine Eigenschaft, die du als Kind schon hattest und die du heute noch hast?

Ich war ein sehr schüchternes, stilles Kind. Auch wenn ich mit der Familie geredet habe, habe ich zehn Minuten lang überlegt, wie ich den Satz formuliere und ob es jetzt doof ist, das zu sagen, sodass das Thema schon längst vorbei war und ich dann nicht gesprochen habe. Ich glaube, dass so ein bisschen von diesem Nachdenklichen noch vorhanden ist. Und ich war schon immer ein sehr nostalgischer Mensch. Ich liebe Geschichte, Museen und Schlösser. Ab November werde ich als Anya in „Anastasia“ in Stuttgart auf der Bühne stehen. In diesem Stück geht es um eine fiktive Geschichte der realen Zarentochter Anastasia und ist somit ein sehr nostalgisches Stück. Ich habe mir viele Bücher angeschafft und auch schon vorher hat mich die Geschichte total interessiert und fasziniert.

 

Gibt es Momente, in denen du zu streng mit dir bist?

Ja, ich bin auf jeden Fall sehr selbstkritisch. Das ist natürlich auch wichtig in meinem Beruf. Aber ich glaube, dass ich mich manchmal auch schnell dadurch verunsichere und ich mich eher klein mache oder mich eher zu viel kritisiere, als zu sagen: „Ach komm, das war schon okay so.“ Man sieht sich selbst immer viel kritischer, als Außenstehende Menschen Dich wahrnehmen. Ich glaube, da bin ich sehr perfektionistisch veranlagt. Das ist manchmal gut und hilfreich, manchmal könnte es, glaube ich, auch ein bisschen weniger sein.

 

Gibt es etwas, was an deinem Beruf als Sängerin belastend sein kann?

Ich glaube, dass das alles sehr persönlich ist, also auch in der Ausbildung und auf der Bühne. Es geht immer um einen selbst. Als Darsteller schlüpft man zwar in eine Rolle, aber es kommt alles aus deiner eigenen Persönlichkeit. Deine Stimme und dein Körper sind mit das Persönlichste, was du hast. Du hast nur dich selbst als Grundlage für deinen Beruf. Du hast kein Produkt, was du vorzeigen kannst, worauf du von außen schauen kannst, du hast es in dir. Und das ist, glaube ich, das Schwerste – aber auch das Schönste beim Singen. Du trägst dein Instrument immer in dir.

 

Fühlst du dich durch deinen Beruf manchmal eingeschränkt?

Klar, wenn ich mal nicht arbeiten muss, dann gehe ich schon mal aus und trinke einen Wein. Aber ich vermisse es nicht, weil die Tatsache, dass ich den Beruf ausüben darf, ein wahnsinniges Privileg ist, und dafür bin ich bereit solche Sachen in Kauf zu nehmen. Abends früh genug ins Bett gehen, damit man ausgeschlafen ist, keinen Alkohol vorm Singen trinken. Mein Körper ist die Basis für meine Stimme und da muss ich darauf achten, dass ich meinen Beruf noch viele Jahre ausüben kann.

 

Was hast du für einen Anspruch an dich selbst?

Nie irgendetwas ohne Leidenschaft oder Emotionen tun. Ich versuche immer in jedem Job meine Persönlichkeit unterzubringen. Und dass ich, obwohl es mein Beruf ist und ich oft Verantwortung oder Druck spüre, nie den Spaß und den spielerischen Aspekt des Theaters verliere. Es ist eigentlich etwas total Kindliches und Fantasievolles auf einer Bühne zu „spielen“ und das ist das Schöne daran, sich den Zauber und die Freude daran zu bewahren.

 

Wolltest du schon immer Sängerin werden?

Nein. Ich habe so mit vierzehn/fünfzehn angefangen, in der Schule Soli zu singen und da habe ich gemerkt: Musik macht Spaß und Singen ist irgendwie toll. Ich war nicht mehr das kleine schüchterne Mädchen, sondern die Sängerin Judith Caspari. Das hat mir auf jeden Fall mehr Selbstbewusstsein gegeben. Bis ich 17 oder 18 war, wusste ich aber gar nicht, was ich überhaupt damit machen kann. Das wurde durch eine Musicalproduktion von „Studio Lev“ dann alles etwas konkreter und ich traf erstmals Menschen, die die selbe Leidenschaft hatten. Und dann habe ich mit 18 zufälligerweise eine Lehrerin für klassischen Gesang kennengelernt, die mich dann innerhalb eines Jahres für das Vorsingen an der Folkwang Universität vorbereitet hat. Ich hatte immer Menschen, die mir beistanden und die mich an die Hand genommen haben. Das war wirklich gut, weil ich anfangs wirklich keine Ahnung von all diesen Dingen hatte.

 

Gibt es einen familiären Hintergrund?

Nein, aber meine Eltern haben mir immer alles ermöglicht. Sie gehen wahnsinnig gerne ins Theater, sehen und fiebern immer mit, wenn ich in einer neuen Produktion auf der Bühne stehe, oder im Internet zu sehen bin. Sie haben auch immer den Leuten voll und ganz vertraut und sind ihnen total dankbar, dass sie mich auf diesen Weg geführt haben.

Judith im Gespräch mit Redaktionsmitglied Jens.

Wie sieht ein typischer Tag am Theater bei dir aus?

Im normalen Theateralltag hat man meist um zehn Probe, ich stehe so um acht Uhr auf, mache mich fertig und wärme mich und meinen Körper mit ein paar Yogaübungen auf. Ab neun/halb zehn bin ich dann im Theater und singe mich ein. Die Probe geht von 10-14 Uhr, anschließend gibt es eine Mittagspause, in der ich meistens versuche nach Hause zu fahren, außer man hat noch irgendwelche Termine oder Anproben im Theater. Für mich ist es schön, in der Pause zu Hause zu sein, mir etwas zu kochen, um mich etwas auszuruhen oder um noch einmal in die Noten oder den Text zu schauen. Meistens gehen die Abendproben von 18 bis manchmal sogar 22 Uhr. Danach gehe ich schnell ins Bett, damit ich morgens wieder fit bin.

 

Wie ist die Konkurrenzsituation in der Branche?

Bis jetzt hatte ich noch keine konkreten Erfahrungen, dass es eine Sängerin gab, die mich ersetzt oder mir den Job „geklaut“ hat. Ich habe momentan das Glück, dass ich wirklich wahnsinnig tolle Produktionen machen darf und bin darüber sehr dankbar. Zum Beispiel bei West Side Story, ich sehe ja nicht aus wie die typische Maria. Da war das Konzept ganz klar: Wir teilen das ganz anders ein und nehmen Leute aus alle Welt für beide Gruppen. Das ist ein Konzept, wo das eigentlich typische Schubladendenken für Rollenbesetzungen nicht gemacht wurde.

 

Was willst du im Leben unbedingt noch machen?

Auf jeden Fall ganz viele neue Erfahrungen sammeln, im Musical und in der Oper. Ich würde mir wünschen, dass es in die Richtung weitergeht und dass ich weiterhin Beides machen kann. Ansonsten wünsche ich mir auch sehr, dass ich den Beruf irgendwann mit meinem Wunsch einer Familie verbinden kann. Es ist einfach immer noch so ein schwieriges Thema und echt kompliziert. Man weiß, bis es so weit ist, oft auch gar nicht, wie man es als Mutter am Theater schafft zu arbeiten. Natürlich habe ich bis dahin noch einige Jahre Zeit, bis es wirklich so weit sein wird. Da steht noch keine Planung an, aber natürlich macht dieses schwierige Thema mich schon sehr nachdenklich. Ich arbeite, seit ich 19 bin, am Theater und wenn es dann so weit sein sollte, möchte und kann ich natürlich eine jahrelange Karriere nicht einfach so aufgeben. Doch leider ist es für viele Frauen in unserer Branche genau so.

 

Hast du ein Lebensmotto?

„Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“ Ich finde Lächeln bringt unglaublich viel, auch wenn man traurig ist. Selbst in der schlimmsten Lebenslage hilft es, über das Leben oder auch sich selbst zu lachen.

 

Hast du ein Vorbild?

Ich liebe die Sopranistinnen Patricia Petibon und Nathalie Dessay. Das sind wahnsinnig gute Opernsängerinnen, die atemberaubend toll und lebendig spielen, das finde ich einfach toll. Außerdem bewundere ich die Musicalsängerin Sierra Boggess.

 

Welche Eigenschaften sollte man als Sängerin mitbringen?

Auf jeden Fall Disziplin, leider (lacht). Aber trotzdem auch eine gewisse Lockerheit. Wenn man zu selbstkritisch und zu perfektionistisch ist, würde man nicht glücklich werden, also dann würde man die guten Momente nie sehen, weil nie irgendetwas perfekt sein kann. Ich glaube, auch eine Leidenschaft und Spaß daran, sich zu entwickeln und sich mit seinem Körper und seinem Instrument zu beschäftigen. Da braucht man ganz viel Freude dran, damit du lebendig und frisch bleibst.

 

Wenn du einen Tag mit jemanden tauschen könntest – wer wäre das?

Ich glaube, ich wäre gerne mal einen Tag in der Politik, beispielsweise als Angela Merkel. Man selbst sieht viele Probleme, wie beispielsweise das schon erwähnte „Plastikproblem“ und fragt sich immer: „Warum ändern sie denn nichts?“ Wir unterschreiben schön fleißig unsere Online-Petitionen, teilen politische Artikel auf Facebook und denken, dass alles sei ausreichend um etwas zu bewirken… Ich würde es wahnsinnig spannend finden, mal zu sehen, welche Macht Politiker eigentlich besitzen und wo Ihre Grenzen liegen?! Wahrscheinlich wäre ich erst einmal sehr desillusioniert, da die Politik wahrscheinlich ein ziemlich harter Job ist, in dem Dir oft die Hände gebunden sind oder du Deine Versprechen oft nicht einlösen kannst. Aber das einmal mitzuerleben wäre glaube ich sehr lehrreich.

 

Was hast du immer im Kühlschrank?

Meistens aufgeschnittene Zitronenscheiben für den Tee (lacht).

 

Was hast du zuhause immer vorrätig, was du nie isst oder trinkst?

Ich habe immer Reis zuhause, schon seit Jahren, weil ich irgendwie total selten Reis koche. Irgendwie brennt er mir immer an oder schmeckt dann einfach nur langweilig.

 

Welche Rituale oder Ticks hast du?

Ich habe mein Aufwärmprogramm, was ich immer mache, und bestimmte Einsingübungen. Und ich bete immer kurz, obwohl ich eigentlich gar nicht mehr religiös bin. Ich glaube zwar schon an eine Energie, die uns leitet und schützt, aber das habe ich als Ritual aus meiner Kindheit übernommen – einfach kurz die Hände zu falten und zu sagen: „Bitte sei bei mir und mach, dass alles gut geht.“ Das ist sehr kindlich – auch diese Wortwahl – aber das ist irgendwie mein Ritual vor aufregenden Dingen. Danach weiß ich auch, ich werde von irgendetwas umgeben und mir kann eigentlich nichts passieren

 

Mit was endet oder beginnt für dich der perfekte Tag?

Auf jedem Fall mit einem leckeren Tee, schöner Musik und einem schönen Gespräch mit meinem Freund morgens oder abends. Nebeneinander Einschlafen und Aufwachen, das ist das Allerschönste, was es für mich gibt.

 

Welche App benutzt du am häufigsten?

Ich glaube tatsächlich Whatsapp, weil ich mit vielen Freunden aus dem ganzen Land in Verbindung stehe oder auch meiner Familie, wenn ich mal nicht da bin. Ansonsten liebe ich auch die Sonos App mit den Boxen, mit der man in der ganzen Wohnung Musik hören kann.

 

Welches Emoji benutzt du am häufigsten?

Ich glaube, die beiden rosa Herzchen.

 

Würdest Du uns Dein Lieblingstier malen?

Ich kann leider überhaupt nicht zeichnen. Ich wollte früher mal Modedesignerin werden, aber das sah immer ganz furchtbar aus.

Was machst du jetzt als Nächstes nach unserem Treffen?

Ich esse erst mal was.