Limp Bizkit rockte die Kasseler Stadthalle

Kassel. So sind sie, die US-Rocker: Erst lässt die Nu-Metal-Band Limp Bizkit am Mittwochabend die Fans eine halbe Stunde warten, dann kommt Frontmann Fred Durst zu den Klängen von „Purple Rain“ auf die Bühne und heizt der Menge gleich ordentlich ein.

Fotos: Schaumlöffel

Er liebt es im Mittelpunkt zu stehen, klettert direkt aufs Absperrgitter zum Publikum und spornt es an. Der ganze Innenraum beginnt zu hüpfen – ein beeindruckendes Bild! Beeindruckend ist natürlich auch Fred Durst. In den Neunzigern gab es kaum Radiosender, die keine Lieder von Limp Bizkit spielten. Der Frontmann wurde dabei stets angehimmelt. Und obwohl die letzte Album-Veröffentlichung bereits sieben Jahre her ist, begeistert die Mischung aus Metal und Hip-Hop bis heute.

Allerdings scheint Durst etwas abgenommen zu haben. Er wirkt schmaler, als beim Auftritt beim Open Flair in Eschwege vor zwei Jahren. Beim Kasseler Auftritt erschien Durst in Blumenhose, die einer Schlafanzughose ähnelt und Sport-Trikot. Dazu passend: Auch rund ums DJ-Pult gab es Blumentöpfe. Apropo DJ! Was keiner der Fans wohl so richtig verstehen konnte: Warum DJ Blvck Ceiling mit vermummten Gesicht im Vorprogramm auftrat. Seine elektronische Musik kam bei den Nu-Metal-Fans ebenfalls nicht gut an und während des zwanzig Minuten Auftritts gab es zahlreiche Buh-Rufe. Die waren beim Limp Bizkit Auftritt dann aber schnell vergessen. Im Publikum entstand schnell der Drang, zu den alten Hits der Band zu moshen und zu pogen. Limp Bizkit lieferte das, was die Fans mögen: Treibende Musik oder wie es die Fans gerne ausdrücken: Mitten in die Fresse-Musik. Neben den Hits gab es natürlich auch viele Coverversionen zu hören.

Fans mussten wieder lange auf Getränke warten

Erneuter Wermutstropfen in der Stadthalle: Die Getränkeversorgung der Fans klappte wieder nicht. Einige Konzertgäste mussten über 20 Minuten auf ihre Getränke warten.