Newcomer aus Kassel: Kapa Tult


Ihr Genre: Küchenmusik. Die beiden Mädels Inga und Angi von Kapa Tult, die zwischen Kassel und Leipzig hin und her pendeln, hegen jedoch einen gemeinsamen Wunsch. „Raus aus der Küche, rauf auf die Bühne“, rufen sie.

Das erste Mal auf die Bühne durften sie im ARM, nur wenige Monate, nachdem Inga Angi bei einem Konzert von Fluse im K19 mitspielen sehen hat. Das Duo besteht noch nicht sehr lange, erst seit Oktober 2017, eine EP ist trotzdem schon auf dem Weg. „Dazu können wir aber noch nichts verraten. Außer, dass wir zur Zeit daran arbeiten“, geben sich die beiden geheimnisvoll.

Wer dennoch auf den Geschmack von Kapa Tult kommen möchte, kann sich ihren Song „Priority Lane“ anhören. „Die Inspiration war ein soziologischer Podcast, in dem Gründe für ein nicht umweltbewusstes Verhalten analysiert wurden“, erzählen die Mädels uns. „Mit unserem Text wollen wir den Menschen einen Spiegel vorhalten, die ihr Verhalten ökologisch überhaupt nicht reflektieren.“

Ob ein Song gut ist, lassen Inga und Angi ihre Freunde entscheiden. „Wenn es denen nicht gefällt, dann müssen wir an dem Song noch mal arbeiten.“ Auf die Frage nach ihrem Lieblingssong sind die beiden sich einig. „Der Song ‚Girls Just Wanna Have Fun’ von Yasmo bringt vieles auf den Punkt, was uns stört. Es geht um die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt, speziell in der Musikbranche. Es kann einfach nicht sein, dass man aufgrund seines Geschlechts für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommt!“

Ob den Mädels der Sprung aus der Küche auf die Bühne gelingt? Wir wünschen ihnen viel Glück!

Foto: Bo Friedrich

Hier das ganze Interview:

Wie habt ihr euch kennengelernt? Wann habt ihr angefangen zusammen Musik zu machen?

Im K19 bei einem Konzert von Fluse, bei dem Angi mitgespielt hat. Inga war so begeistert, dass sie Angi gefragt hat, ob sie auch mit ihr spielen will. Dann haben wir uns ein paar Monate später in Leipzig zum Musik machen getroffen und sind direkt eine Woche später zusammen im ARM aufgetreten.

Könnt ihr uns erklären, was hinter eurem Bandnamen steckt?

Nein

Was inspiriert eure Texte? Was oder wen sollen sie erreichen?

Alles Mögliche: Bei unserem Song „Priority Lane“ war die Inspiration z.B. ein soziologischer Podcast, in dem Gründe für ein nicht umweltbewusstes Verhalten analysiert wurden. Mit dem Text wollen wir zeigen, dass es Menschen gibt, die ihr Verhalten ökologisch überhaupt nicht reflektieren und auch den Zuhörenden den Spiegel vorhalten: Findest du ähnlich rücksichtslose Verhaltensmuster auch bei dir selbst?

Erinnert ihr euch noch an euren ersten Live-Auftritt?

Wir beide sind das erste Mal zusammen als Kapa Tult im ARM aufgetreten.

Bald erscheint eure erste EP„Meinten Sie Katapult?“. Könnt ihr uns dazu etwas verraten?

Zur Zeit arbeiten wir noch daran.

Wen soll eure Musik ansprechen?

Wir haben keine spezielle Zielgruppe. Aber zuerst zeigen wir die Musik unseren Freunden. Wenn es denen nicht gefällt, müssen wir an dem Song nochmal arbeiten.

Was möchtet ihr in Zukunft noch erreichen?

Raus aus der Küche, rauf auf die Bühne!

Ihr habt in diesem Jahr am Protestsongcontest des Radiosenders radio fm4 mitgemacht und den zweiten Platz gewonnen. Was war das für eine Erfahrung?

Das war für uns ein absolutes Highlight! Da wir große FM4-Fans sind, war das für uns eine Ehre, bei dieser Veranstaltung dabei sein zu dürfen und dann so gute Kritiken von der Jury zu bekommen.

Habt ihr einen Song, der für euch persönlich eine große Bedeutung hat (von anderen Künstlern oder ein eigener)?

Der Song „Girls Just Wanna Have Fun“ von der österreichischen Rapperin Yasmo bringt vieles auf den Punkt, was uns stört. Es geht um die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt generell, aber auch in der männlich dominierten Musikbranche im speziellen – es kann einfach nicht sein, dass man aufgrund seines Geschlechts für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommt!

Wie laufen eure Proben normalerweise ab?

Wir treffen uns wahlweise im Keller, im Proberaum oder in der Küche. Dann wird gequatscht, musiziert und an neuen Ideen gearbeitet.

Mehr über Kapa Tult 
erfahrt ihr hier:

kapa-tult.de

facebook.com/kapatult