Lieblingskunstwerk: Untitled (1:39) und Untitled (1:40)

Kassel hat viel zu bieten, gerade im kulturellen Bereich. Ob wahre Geheimtipps oder bekannte Werke, die man gesehen haben muss – in dieser Rubrik stellen dir Mitarbeiter der Kasseler Museen ihr persönliches Lieblingskunstwerk vor, für das sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt. In diesem Monat kommt das Lieblingskunstwerk von Marvin, der zwei Objekte aus der Ausstellung „Unlust Prinzip” des Kasseler Kunstvereins im Fridericianum (noch bis 2.6.) ausgewählt hat.

Foto: Jens Thumser

 

Marvin Madeheim, 28 Jahre, Doktorand an der Uni Kassel & Kunstvermittler im Kasseler Kunstverein:

„Mein Lieblingskunstwerk sind die beiden Arbeiten Untitled (1:39) und Untitled (1:40) von Laura Schawelka. Mir gefällt besonders, wie die beiden Bilder Fotografie als Fotografie thematisieren. Sie zeigen, wie eine Frau mit einem Handy einen Laufsteg filmt. Dadurch entstehen unterschiedliche Bildrealitäten. Die Fotografien zeigen, wie die Darstellung von Welt in ihrer medienspezifischen Ausschnitthaftigkeit und Unschärfe verzerrt oder zumindest eine etwas andere wird. Das Kunstwerk thematisiert so zum einen die Qualität von Fotografie und Video, Realität abzubilden – anderseits formuliert es gleichzeitig die berechtigten Zweifel hieran.“

 

Öffnungszeiten:
Montag            Geschlossen
Dienstag         Geschlossen
Mittwoch       11:00–18:00
Donnerstag  11:00–18:00
Freitag             11:00–18:00
Samstag          11:00–18:00
Sonntag          11:00–18:00

Wir verlosen 5×2 Tickets für das Fridericianum. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „Fridericianum“ und eurem Namen an gewinnspiel@brauser24.de. Einsendeschluss ist der 30. Mai. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. 

 

Extra Info:

15. April – 2. Juni 2018
Künstlergespräch mit Dr.York Kautt: 3. Mai 2018, 19 Uhr (geöffnet: Mittwoch bis Sonntag von 11-18 Uhr)

Der Kasseler Kunstverein zeigt drei künstlerische Positionen, die sich auf verschiedenen Ebenen mit den Dynamiken einer digitalisierten und globalisierten Konsumgesellschaft auseinandersetzen. In diesem Kontext fragt die Ausstellung UNLUST PRINZIP nach einer Haltung, die sich aktiv sowohl den Verführungsstrategien des Massenkonsums, der Sublimierung von materiellen Dingen als auch den technisierten individuellen und kollektiven Upgrades stellt.