Kurz gefragt: Poetry Slammer Felix Römer

„Poetry Slam ist Rock ‘n’ Roll für Unmusikalische“, sagt Felix Römer, „ein literarischer Wettkampf, bei dem Lyrisches auf Prosaisches und Geschrienes auf Geflüstertes trifft.“ Wir wollten mehr von dem Moderator der Reihe, die bereits zum 61. Mal stattfindet, wissen und haben ihm zum Interview gebeten.

Foto: Marvin Ruppert

 

BRAUSER: Was erwartet die Zuschauer und Teilnehmer beim Poetry Slam?

Felix Römer: Eine gute Mischung aus Anfängern und Profis auf der Bühne. Ein sehr guter DJ, der musikalisch umrahmt und ein Moderator, der angenehm aus dem Ruder läuft.

BRAUSER: Was war die beeindruckendste Performance, die du je auf einem Poetry Slam erlebt hast?

Felix Römer: Es gab einige Auftritte, die mich so gefesselt haben, dass ich für 5 Minuten mit jeder Faser meines Körpers in den Text eingetaucht bin. Den stärksten Eindruck hat wahrscheinlich Stefan Porompka hinterlassen, als er 2002 einen Text über Gerüche vortrug, der sich dahingehend entwickelte, dass er eine Leiche zuhause hatte. Er war so überzeugend, dass ich tatsächlich nach dem Text dachte, ich müsste die Polizei anrufen. Erst nach
einigen Minuten wurde mir klar, dass er einfach ein unglaublicher Künstler ist.

BRAUSER: Was sollen deine Gedichte bei den Menschen, die sie hören oder lesen, erreichen?

Felix Römer: Sie sollen einen Blickwinkel auf Dinge, Menschen, oder sich selbst entstehen lassen, die im Idealfall etwas im Zuhörer verändern.

 

SA., 26.5., EINLASS 19 UHR,
BEGINN 20 UHR, PANOPTIKUM, KASSEL
POETRY SLAM