Für alle Weltenbummler: Der Blog „Odysseyer“

Name:
Tamara Lenz
Seit wann wird gebloggt?
Odysseyer existiert seit Mitte 2014, offiziell gelauncht wurde er im April 2016
Über was wird gebloggt?
Reisen und alles was damit zusammenhängt
Angesprochene Zielgruppe?
Hauptsächlich Individualreisende und die, die es werden wollen

Für alle vom Fernweh gepackten Menschen und Träumer, die sich nach weit entfernten Orten sehnen, bloggt die junge Tamara Lenz übers Reisen und alles, was damit zusammenhängt. Die Weltenbummlerin begeistert mit authentischen Reiseberichten, Tipps und Tricks für den kleinen Geldbeutel und zur Planung deines eigenen Reiseabenteuers. Der BRAUSER sprach mit der Bloggerin über die Geschichte ihres Blogs, über die Sehnsucht nach der Ferne und natürlich übers Reisen.

 

 

 Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Da Reisen und Schreiben schon immer meine beiden größten Leidenschaften waren, musste es irgendwann zwangsläufig zu einem Reiseblog kommen. Obwohl ich mich eigentlich nie als Blogger gesehen habe. Ich habe die Seite lange als eine Art persönliches Reisetagebuch genutzt, um meine Erinnerungen und Momente zu sortieren, ohne jemandem den Link zu geben. Nach und nach kam dann der Wunsch, andere mit meinen Berichten zu inspirieren und sich auszutauschen, also habe ich Odysseyer öffentlich gemacht. Auch wenn ich anfangs Bedenken hatte, zu viel Persönliches im Internet zu verbreiten, bin ich mittlerweile froh, diesen Schritt gewagt zu haben und bin stolz auf meine Arbeit. Ich glaube, dass ich einen guten Mittelweg gefunden habe.

 

2. Wie können wir uns die Arbeit hinter Deinen Posts vorstellen?

In einem fertigen Blogpost stecken bei mir durchschnittlich fünf Stunden Arbeit (das Schießen der Bilder nicht mitgerechnet). Das beinhaltet das Auswählen und Bearbeiten relevanter Fotos, Nachrecherchieren bestimmter Infos, die man nicht aufgeschrieben hat, wie z. B. Eintrittspreise oder Namen bestimmter Plätze und das eigentliche Verfassen des Textes. Ich erstelle vorher eine Art Gliederung mit den wichtigsten Punkten, je nachdem ob es eher ein Info-Artikel oder ein Text im Tagebuch-Stil wird. Nach der Veröffentlichung folgt dann ein Bild oder eine kurze Story zum Post bei Instagram und ein Link auf meiner Facebook- und Twitterseite. Ich habe außerdem einen Redaktionsplan mit Ideen für die nächsten 10-15 Beiträge. Das sind entweder anstehende Reisen oder Probleme und organisatorische Dinge, mit denen ich konfrontiert wurde und von denen ich denke, dass sie meine Leser interessieren könnten. Bei Kooperationen ist das Ganze noch etwas aufwendiger, da ich viel über den Kunden recherchieren muss, um erst einmal zu sehen, ob er zu mir passt und um meine Leser gut zu informieren, ohne einen reinen Werbeartikel daraus zu machen. Oft muss der Artikel noch abgestimmt werden oder der Kunde hat Änderungswünsche. Vorgefertigte Beiträge veröffentliche ich allerdings nicht.

3. Hättest du gedacht, dass dein Blog mal so bekannt und erfolgreich wird?

Ich habe es, wie wohl jeder Blogger, gehofft und darauf hingearbeitet. Am Anfang habe ich gebetet, dass wenigstens einer meine Artikel liest, damit die Arbeit nicht ganz umsonst gewesen ist. Mit guter Social Media Arbeit und ein wenig Suchmaschinenoptimierung kann man ja schon einiges erreichen, aber man muss dann über Monate oder Jahre interessanten Content liefern, wenn man wirklich erfolgreich sein will, und dazu braucht es viel Leidenschaft. Wenn ich mir heute meine Statistiken ansehe, ist es mehr als das, womit ich gerechnet habe.

 

4. Hat sich in Deinem Leben etwas durch Deinen Blog verändert? Wie sehen Deine Zukunftspläne bezüglich des Blogs aus?

In Bezug auf das Reisen hat sich eigentlich nicht viel geändert, da ich schon vor dem Blog ständig unterwegs war. Der Unterschied ist vielleicht, dass ich jetzt manchmal für eine Übernachtung oder ein Produkt nichts mehr bezahlen muss, wenn ich hinterher darüber schreibe. Das ist schon ein großer Vorteil. Auf der anderen Seite habe ich eigentlich keine Freizeit mehr, da immer irgendetwas ist, was ich noch tun könnte: ein Bild bearbeiten, einen Beitrag verfassen, eine Mail beantworten. Es macht aber alles so viel Spaß, dass ich es nicht wirklich als Arbeit ansehe. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Odysseyer immer weiter wächst und sich noch viele interessante Möglichkeiten und Kooperationen ergeben.

 

5. Hast Du vor mit Deinem Blog einmal Geld zu verdienen oder tust es vielleicht schon?

Ich verdiene inzwischen Geld mit meinem Blog und hatte das auch so geplant, seit ich die Seite öffentlich gemacht habe. Die meisten meiner Beiträge schreibe ich zwar immer noch in persönlicher Sache, ohne Kooperation, aber hin und wieder ist es schon motivierend, für seine Arbeit bezahlt zu werden. Ich habe den Blog im letzten Jahr quasi als Vollzeitjob betrieben, da wäre es anders auch kaum möglich gewesen. Allerdings ist es mir wichtig, nur für etwas Werbung zu machen, von dem ich auch persönlich überzeugt bin. Ich würde nicht jede Kooperation annehmen, nur weil sie gut bezahlt ist.

6. Verfolgst Du ein Ziel mit Deinen Posts?

Ich liebe es, mich mit anderen Reisenden auszutauschen und so immer wieder Ideen für neue Reiseziele zu bekommen. Deshalb lese ich andere Reiseblogs auch genauso gerne, wie ich selbst schreibe. Ich möchte andere Menschen genauso inspirieren und ihnen Tipps geben, vor allem für Länder, die sonst vielleicht nicht ganz oben auf der Wunschliste stehen. Ich glaube, dass fremde Lebensstile und Landschaften kennenzulernen einer der wichtigsten Faktoren für ein bewusstes und verantwortungsvolleres Leben ist und versuche, meinen Teil dazu beizutragen.

 

7. Was war der schönste Kommentar, den du je bekommen hast, und warum?

Zu einem Artikel über mein Studium in Mexiko habe ich viele Kommentare erhalten, von Lesern, die das gleiche vorhatten, aber noch unsicher waren, weil Freunde oder Familie ihnen aus Sicherheitsgründen abgeraten hatten, und die mein Post letztendlich überzeugt hat. So etwas freut mich immer, weil ich durch den Blog die Möglichkeit habe zu zeigen, wie es wirklich ist (oder ich es erlebt habe). Grundsätzlich mag ich Feedback, das zeigt, dass ich jemandem mit einer bestimmten Info wirklich weiterhelfen konnte.

 

8. Wie würdest Du Deinen Blog beschreiben?

Auch wenn es auf Odysseyer ausschließlich ums Reisen geht, verbinde ich dieses Thema oft mit anderen Dingen, die mir am Herzen liegen, wie Nachhaltigkeit, Öko-Tourismus oder veganer Ernährung. Eigentlich ist es mein ganzes Leben, verpackt in einen Reiseblog. Ich schreibe persönliche Reisegeschichten genauso wie Info-Artikel über Dinge, die mich beschäftigt haben, wie Visum, Flugsuche oder Working-Holiday-Planung. Seit ich im letzten Jahr Mama geworden bin, gebe ich außerdem Tipps zum Reisen mit Baby. So entwickelt sich der Blog immer weiter. Man findet inzwischen fast alles, vom monatelangen Backpacking, über Städtereisen und Road Trips bis zum Auslandspraktikum. Bunt gemixt, wie meine Reisen.

 

www.odysseyer.com