Der Arbeiter-Samariter-Bund bietet Perspektiven

Wer neue Erfahrungen machen, Talente ausprobieren und anderen damit helfen will, ist hier richtig. Während einer Tätigkeit beim Arbeiter-Samariter-Bund gibt es viele Möglichkeiten für junge Menschen, etwas zu bewegen und sich sozial zu engagieren. Der BRAUSER sprach mit drei jungen FSJ’lern vom ASB.

Du hast die Schule erfolgreich gemeistert und bist jetzt auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? Das Freiwillige Soziale Jahr und der Bundesfreiwilligendienst beim ASB geben dir die Möglichkeit dazu. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation politisch und konfessionell ungebunden. „Wir helfen allen Menschen – unabhängig von ihrer politischen, ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit“, so das Credo vom ASB. Seit seiner Gründung im Jahr 1888 bietet der ASB Dienste an, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren.

Viele Möglichkeiten

FSJ’ler und BFD’ler finden beim ASB eine breite Palette an Möglichkeiten, sich zu engagieren:

• Kinder- und Jugendhilfe (Kindertagesstätte, Schülerbetreuungen)
• Rettungsdienst und Erste-Hilfe-Ausbildung
• Soziale Dienste (Pflegedienst, Tagespflege, Fahrdienst/Menüservice, Hausnotruf)
• Mehrgenerationenhaus

Grenzen kennenlernen

Wer an einem FSJ/BFD teilnimmt, erhält neue Einblicke in seine Fähigkeiten und persönliche Grenzen. Zudem lernen die Freiwilligen die Arbeitspraxis Gemeinwohl orientierter Einrichtungen kennen und gewinnen einen Überblick über verschiedene Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Der Austausch mit anderen Freiwilligen an den insgesamt 25 Seminartagen trägt dazu bei, für sich selbst neue persönliche und berufliche Wege zu finden. Während des FSJ/BFD bist du gesetzlich sozialversichert und hast Anspruch auf Kindergeld und mindestens 26 Tage Urlaub. Du bekommst ein monatliches Taschengeld und eine Pauschale für Unterkunft und Verpflegung. Alles zusammengenommen ungefähr 427 Euro. Sollte Arbeitskleidung erforderlich sein, wird dir diese zur Verfügung gestellt. Kindergeld, Kinderfreibetrag und andere kinderbezogene Leistungen werden entsprechend den gesetzlichen Regelungen weitergezahlt.

Perspektive

Arbeitgeber schätzen die praktischen Erfahrungen und zahlreichen Qualifikationen, die sich in einem FSJ/BFD erwerben lassen. Für zukünftige Bewerbungen ist das „qualifizierte Arbeitszeugnis“ über Dauer und Tätigkeit im FSJ Gold wert. Das FSJ wird von vielen Hochschulen als Wartezeit auf einen Studienplatz anerkannt und gilt als Vorpraktikum für bestimmte pädagogische oder sozialpflegerische Ausbildungen. Und wenn man bereits während des FSJ seinen Traumjob gefunden hat, dann bewirbt man sich anschließend einfach auf einen der Ausbildungsplätze beim ASB z.B. als Notfallsanitäter/in oder examinierte Altenpfleger/in.

Neugierig?

Wenn du Interesse an einem FSJ oder BFD beim ASB hast, dann schau doch einfach mal auf der Homepage des ASB vorbei oder melde dich direkt bei: Anja Jordan.

 

ASB Landesverband Hessen e.V.
Regionalverband Kassel-Nordhessen
Erzbergerstraße 18, 34117 Kassel
Telefon: (0561) 585 292 22
E-Mail: bewerbung@asb-nordhessen.de
www.asb-nordhessen.de und
www.freiwillig-beim-asb.de

 

Der BRAUSER sprach mit drei jungen Leuten, die ein FSJ über den ASB absolvieren.

 

Natalie Walter, 19 Jahre, FSJ im Rettungsdienst

BRAUSER: Welchen Herausforderungen begegnest du in deinem FSJ?

Natalie: Die erste Herausforderung für mich war die Rettungssanitäterausbildung, die für den kurzen Zeitraum sehr umfangreich gestaltet wurde, und da ich zur selben Zeit noch den C1-Führerschein gemacht habe. Der Beruf fordert harte körperliche Arbeit, wie beispielsweise Patiententragen oder – heben. In dem Beruf muss man sich mit Leid, Tod und den Schicksalen der Patienten auseinandersetzen. Aber ich erfahre auch viel Dankbarkeit und Wertschätzung. Ich werde immer
wieder mit neuen Krankheitsbildern konfrontiert und lerne neue Menschen kennen. Es gibt viele Arten von Patienten. Trotz der Schwierigkeiten und Hindernisse bereitet mir der Beruf jedoch jede Menge Spaß und Freude und ich bin der Meinung, dass ich mit jeder Herausforderung wachse und somit sicherer in meinem Handeln werde.

BRAUSER: Meistens sind im Rettungsdienst überwiegend Männer tätig. Fällt es dir manchmal schwer, dich als Frau durchzusetzen?

Natalie: Das typische Bild, dass diese Berufsgruppe von Männern dominiert wird, bestätigt sich oft. Jedoch gibt es heutzutage erstaunlich viele Frauen im Rettungsdienst, mit steigender Tendenz. Als Frau sollte man taff und selbstbewusst sein. Aus kollegialer Sicht gibt es da keine Probleme. Wir arbeiten als Team und müssen uns aufeinander verlassen können. Und falls mal ein unangemessener Spruch kommt, dann einfach nicht ernst nehmen oder schlagfertig kontern. Meiner Meinung nach wäre es manchmal vorteilhaft, wenn das Team aus einem Mann und einer Frau besteht, da wir Frauen beispielsweise für weibliche Patienten eher die
Bezugsperson darstellen als der männliche Kollege.

BRAUSER: Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Natalie: Nach meinem FSJ möchte ich die 3-jährige Notfallsanitäterausbildung machen, wo ich mich derzeit im Auswahlverfahren befinde. Ansonsten habe ich keine festen Pläne und lasse die Zukunft auf mich zukommen.

 

Maria Müller, 19 Jahre, FSJ in der Kindertagesstätte

BRAUSER: Wieso hast du dich für die Arbeit mit Kindern entschieden?

Maria: Jeder Tag ist anders, Erzieherin/ Erzieher ist ein vielseitiger und abwechslungsreicher Beruf. Das hat mich neugierig gemacht und ich wollte mich gern näher damit beschäftigen.

BRAUSER: Welche Aufgaben machen dir am meisten Spaß?

Maria: Die Bewegungsspiele und den Sportunterricht finde ich besonders gut. Hier treten noch mal ganz andere Facetten der Kinder hervor.

BRAUSER: Hast du dir die FSJ-Stelle als Vorbereitung auf deinen späteren Beruf ausgesucht?

Maria: Nicht direkt, aber es ist trotzdem eine tolle Erfahrung. Ich kann jedem, der noch nicht genau weiß, was er später einmal machen möchte, ein freiwilliges Soziales Jahr empfehlen, es lohnt sich. Man lernt neue Herausforderungen und Menschen kennen.

 

 

Lars-Veit Kaiser, 19 Jahre, BFD in der Tagespflege

BRAUSER: Du warst vorher ja schon in der Jugendarbeit tätig. Wie kamst du dazu, ein BFD bei der Tagespflege für Senioren zu machen?

Lars-Veit: Da ich ein Studium der sozialen Arbeit anstrebe und dieser BFD mir die Zulassung erleichtert, habe ich es als Chance gesehen, Erfahrungen in einem anderen sozialen Aspekt zu sammeln.

BRAUSER: Möchtest du dein BFD später zum Beruf machen?

Lars-Veit: Ich plane zwar nicht, dass ich weiterhin direkt im Bereich der Seniorenarbeit arbeiten werde, da ich meinen Fokus auf die Arbeit mit Kindern gelegt habe. Aber fest steht auf jeden Fall, dass ich später etwas im sozialen Bereich machen werde.

BRAUSER: Welche Aufgaben fallen dir besonders schwer und welche besonders leicht?

Lars-Veit: Die schwereren Aufgaben übernehmen meine fachlich voll ausgebildeten Kollegen, aber die Aufgaben, die mir viel Spaß machen, sind z.B. nachmittags eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“ zu betreuen. Das klingt „leicht“, ist aber für sich genommen auch eine gewisse Herausforderung.