Eishockey: Frauenpower auf dem Eis – Ice Cats Kassel


Mit geballter Frauenpower beweisen die Ice Cats Kassel: Eishockey ist  nicht nur was für harte Männer. Der rasante Sport auf zwei Kufen hat auch zwei Kasseler Mädels gepackt. Der BRAUSER war neugierig und hat sich mit den Spielerinnen der Eiskatzen getroffen, um sie über ihren Sport auszuquetschen.

„Eishockey ist schnell, aber erfordert auch sehr viel Taktik und Konzentration“, erzählt uns Lisa Dürr. Die Studentin spielt im Mittelsturm, wo sie neben dem Sturm auch die Verteidigung unterstützt und mehr oder weniger die Rolle als Spielmacher in ihrer Reihe übernimmt.

Name: Lisa Dürr
Geburtstag: 1. Mai 1996
Job: Master in Soziologie
Hobbys: Eishockey, Thriller lesen
Erfolge: Vizemeister Bezirksliga
NRW 2015/16

„Die Schnelligkeit und die Strategie sind wirklich toll“, pflichtet Daniela Engel ihrer Mannschaftskollegin bei. „Auch der Zusammenhalt der Mannschaft ist wirklich schön.“ Die beiden jungen Frauen spielen schon seit September 2010 bei den Ice Cats mit, eine Mannschaft von Mädchen und Frauen im Alter von 14-40 Jahren.

Jedes Mitglied Zählt

„Individuelle Stärken lassen sich durch die verschiedenen Positionen hervorragend nutzen“,  erklärt Lisa. Schwächen der einzelnen Damen gleichen sich so damit aus. „Am Anfang braucht man auch nur einige grundlegende Fähigkeiten im Schlittschuhlaufen. Und natürlich sollte man Interesse an Eishockey haben.“ Neben einem gut ausgeprägten Gleichgewichtssinn bietet sich auch ein gewisses Fitnesslevel an. „Man sollte auf gar keinen Fall Angst vor seinem Gegner oder dem Puck haben“, ergänzt Daniela.

Aber natürlich lernt man Eishockey nicht vom einen auf den anderen Tag. Man braucht Ausdauer und den  stetigen Willen, sich selbst immer weiter zu verbessern. Und genau das ist auch oft das Schwierigste an dem eisigen Kultsport: nicht aufzugeben oder frustriert zu sein, wenn etwas mal nicht funktioniert.

Viele Klischees


Die beiden Mädchen entspannen gerne in der Kurhessen Therme und lassen dort ihre Seele baumeln. Daniela selbst geht gerne auch mal an der Fulle spazieren.

Übrigens: Die Torhüterin war im Jahr 2016/17 Zisselprinzessin. Aber nicht nur auf dem Wasser – die 19-Jährige fährt auch Wasserski – auch auf dem Eis ist die junge Frau seit einem Trainingslager im Team als Eisprinzessin bekannt. Sie reitet neben dem Eishockey und tanzt in einer Garde mit. „Mich faszinieren noch viele weitere Sportarten“, erzählt sie uns, „aber deswegen würde ich niemals mit dem Eishockey aufhören.“

Name: Daniela Engel
Geburtstag: 19. April 1998
Job: Ausbildung zur
Mechatronikerin
Hobbys: Wasserski, Gardetanz,
Reiten, Eishockey
Erfolge: 2 Mal Vizemeister

Auch Lisa hat sich in anderen Sportarten probiert, darunter Floorball und Rugby. Geblieben ist es jedoch dann beim Eishockey – und das können die Damen mindestens genau so gut wie die Männer. Dennoch unterscheidet sich Fraueneishockey ein wenig von dem für Männer. „Über Eishockey, Fraueneishockey im Besonderen, existieren diverse Klischees. Es ginge nur ums draufhauen, wir wären alle aggressiv oder würden uns besonders männlich verhalten“, meint Lisa. „Aber das ist Quatsch. Fraueneishockey ist im Vergleich zu der Männerversion beinahe körperlos und spielt rein auf Taktik, Ausdauer und die Fähigkeiten der Spielerinnen an. In unserem Team gibt es alle Arten und Charaktere von Frauen und Schlägereien kommen bei Spielen nur sehr selten vor.“

Spannende Spiele

Sportlich eint die jungen Frauen ein einziges Ziel: der Meisterschaftstitel. Die Ice Cats haben schon an zahlreichen Spielen in der Bezirksliga Nordrhein-Westfalen teilgenommen. Neben den offiziellen Spielen gibt es natürlich auch immer wieder Freundschaftsspiele. „Spiele sind Action pur, von einer kleinen Bankstrafe bis zu einer Schlägerei war schon alles dabei“, erzählt Daniela, deren größter Traum es ist, irgendwann mal eine Weltreise zu machen.

Und auch Lisa, die von ihren Freunden als sehr lebhaft beschrieben wird, erwähnt die immer unterschiedlichen unerwarteten Spielsituationen, die jedes Spiel so aufregend machen. „Jedes Spiel für sich ist einzigartig. Es gibt immer mal wieder unerwartete, witzige, emotionale oder kritische Momente. Wir waren zum Beispiel häufiger nur zu zehnt bei Spielen. Da geht es weniger ums Gewinnen als vielmehr ums Überleben“, erklärt sie lachend. Sie selbst würde gerne mal ein Eishockeyspiel im Madison Square Garden sehen und ihr größtes Vorbild ist die kanadische Hockeyspielerin Hayley Wickenheiser. Die beiden haben sogar dieselbe Rückennummer.

Das Teamgefühl zählt


Gegen Verletzungen ist man dank einer umfassenden Schutzausrüstung bestens geschützt. Ernsthafte Verletzungen oder rohe Gewalt, wie man sich den Sport so oft vorstellt, sind eher die Ausnahme, immerhin sind sich alle Spieler der Gefahren bewusst. „Hockey ist weniger gefährlich als Fußball oder Handball“, meint Daniela, „aber Pech kann man natürlich immer haben.“ Bis zum

Anfang der letzten Saison hat sie als Stürmerin gespielt, musste aber aufgrund von gesundheitlichen Problemen auf Torhüterin umlernen. Was sie an ihrer Position mag? „Die neue Perspektive ist toll. Man hat vom Tor aus eine Übersicht über das Spielgeschehen, die man als Stürmerin nicht hat.“

Aber am allerbesten ist für beide ohne Frage das Teamgefühl, bei ihnen kann sich jeder auf den anderen verlassen.

Vom Eisfieber gepackt?

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