Dicke Rechnung für die Stadtdachgeflüster-Macher

Fröhlich feiernde Menschen, Drinks, DJs, gute Laune und Musik. Als der Kasseler Gastronom Riza Karakan (Deck7) in diesen Tagen einen Brief der Stadt Kassel öffnet, sind die schönen Erinnerungen an die Party im August („Stadtdachgeflüster“) schnell verflogen: Ein Bußgeldbescheid über 4.500 Euro flattert ihm ins Haus. Zusammen mit Kosten des Verfahrens summiert sich das Ganze auf 4728, 50 Euro.

Quittung für Verstoß „gegen geltende Baugenehmigung“: Nach der „Stadtdachgeflüster“-Party bekam Deck7-Gastronom Riza Karakan ein saftiges Bußgeld.

Der Deck7-Betreiber ist so erbost über das Ganze, dass er das Schreiben bei Facebook veröffentlicht. Doch der Vorwurf des Ordnungsamtes ist eindeutig: „Betreiben der Dachterrasse, abweichend von der geltenden Baugenehmigung“. Die erlaubt eine Öffnungszeit nur bis 22 Uhr und keine Live-Darbietungen sowie DJ-Auftritte. Den Tatbestand bestreitet der empfindlich getroffene Gastronom nicht, allerdings hatte Riza Karakan ein Schallschutzgutachten in Auftrag gegeben um eine Sperrzeitverkürzung zu erreichen. Weil das wohl nicht vollständig war, gab es auch keine Genehmigung für die Dachterrassen-Party nach 22 Uhr.