Tofu, Tannenzapfen und bitte keine Regeln: Grillen mal anders

Fotolia_138866261_nd3000© Fotolia_138866261_nd3000
Dass sich beim Grillen die Geister scheiden, ist allgemein bekannt. Irgendwie meint jede(r), die (Grill)-Weisheit mit Messer und  Gabel verinnerlicht zu haben. Aber auch alles rund um Gas, Kohle und Strom bleibt nicht stehen, darum haben wir für euch mal die aktuellen Eckdaten für euer nächstes BBQ und Co. zusammengestellt. Wir stellen euch Grillgut-Alternativen zu Fleisch und Wurst vor, haben Grillanzünder verglichen und informieren über – ja, das ist möglich – gesundes Grillen.

Was geht ausser Fleisch?

Gemüsespieß
Ein Klassiker – der Gemüsespieß. Paprika, Tomate und alles, was das bunte Herz begehrt – lecker braten und ein Fest für Gaumen und das Auge. Klar wollt ihr im Sommer nicht nur wie die Karnickel Grünzeug essen, aber es ist eine tolle Option, um mal auf das Würstchen zu verzichten. Traut euch, denn grün ist die Hoffnung.

Tofu
Ja wunderbar, endlich was für die Veggies unter euch und
natürlich auch für alle anderen. Tofuwürstchen sind Leckerlis für den Sommer und wunderbar zum Grillen. Immerhin musste hier kein Tierchen für sterben, also seid doch mal zur Abwechslung vorbildlich.

Halloumi
Lecker, leckerer, Halloumi. Diese köstliche Art von einem Käse dürfte euch schmecken, sofern ihr Käseliebhaber seid. Schön kräftig gegrillt und einen schicken Dip oder Salat dazu und die Sonne scheint mit euch um die Wette. Auch wenn ihr lieber auf Steaks steht, dürft ihr euch diesen Gaumenschmaus nicht entgehen lassen.

Gegrilltes Obst
Traut euch: Grillt mal Obst! Wassermelone, Banane, Ananas und das alles braungebrannt vom Rost, ist doch toll. Vielleicht ein Schokodip dazu und ihr habt einen leckeren Nachtisch, ihr Süßen. Also habt euch nicht so und probiert es mal aus.

Scampispieß
Das Gefühl von Urlaub zuhause am Grill? Na dann schnallt euch mal einen Scampispieß auf die Kohlen. Ein Gefühl von Meer macht sich im Garten oder auf dem Balkon breit und viel Kalorien hat das Teil auch nicht – watch out for Freibad-Figur! Klar, nicht alle mögen Fisch, aber wer das tut, der wird diese  Alternative vergöttern.

Gesund grillen
Grillen ist beliebt, soweit so lecker! Zusammen mit Freunden an einem lauen Sommertag kann es viel Abwechslung in den Speiseplan bringen. Fleisch, Fisch und vegetarische Köstlichkeiten sind schnell serviert. Bei aller Begeisterung wird leider oft vergessen, dass Grillen auch ein gefährliches Vergnügen sein kann. Tropft Saft, Fett oder Marinade vom Fleisch in die Glut und verbrennt, steigt bläulicher Rauch auf. Dieser enthält gesundheitsschädliche Stoffe. Damit das sommerliche Freiluftessen ein Genuss ohne Reue bleibt, sind deshalb beim Grillen ein paar wichtige Dinge zu beachten.

1. Rauchentwicklung vermeiden
2. magere oder leicht durchwachsene dünne Fleischstücke bevorzugen
3. den Fettrand abschneiden
4. ölige Marinaden sparsam verwenden
5. keine gepökelten und geräucherten Produkte grillen
6. das Grillgut nicht zu dunkel braten
7. Grillschalen aus Aluminium oder Edelstahl benutzen oder den Rost mit Alufolie abdecken
8. das Grillgut zur Seite legen, wenn sich Rauch bildet
9. mind. 15 Zentimeter Abstand zwischen Grillgut und Glut
10. auf Fleisch und Wurst kein Bier tropfen – in der so gebildeten Kruste stecken viele krebserregende Stoffe
11. Fleisch vor dem Grillen kühl aufbewahren, sonst droht Salmonellengefahr!

grillenTop
Das Herz des Grille ist die Glut

Holzkohle vs. Briketts
Die preiswertere Holzkohle ist rasch durchgeglüht, hält aber nicht allzu lange. Geschmacksprofis setzen natürlich auf Holzkohle, denn sie gibt dem Fleisch das gewisse Grillaroma. Briketts brauchen länger bis sie durchgeglüht sind. Dafür brennen sie aber länger und strahlen eine gleichmäßige Hitze aus. Weil sie die Wärme länger halten, werden sie vorzugsweise benutzt, wenn man viel Grillgut hintereinander grillen will. Die Grillkohle sollte am besten immer trocken gelagert werden, denn sie zieht leicht Feuchtigkeit und dann wird es schwieriger, das Feuer in Gang zu bringen. Besonders umweltfreundlich ist Holzkohle, die aus heimischen Laubhölzern hergestellt wird.

Tannenzapfen und Holz
In Franken und Südthüringen schwört man auf das Grillen über Holzkohle in Kombination mit Tannenzapfen, da letzteres den Bratwürsten ein besonderes Aroma geben. Doch Profis raten davon ab. Da die Zapfen und auch das Holz sehr harzreich seien können, entfaltet sie beim Grillen eine gesundheitsschädliche Wirkung. Grillt man Lebensmittel über frisch aufgelegten Kiefernzapfen, so weisen sie deutlich höhere Gehalte an krebserregenden Stoffen auf.

Sicherheit geht vor
Falls Probleme beim Anzünden auftreten, bitte auf keinen Fall leicht entzündliche Flüssigkeiten wie Spiritus, Alkohol, Lampenöl oder gar Benzin zu Hilfe nehmen! Diese Gefahrstoffe haben beim Grillen nichts zu suchen! Zum sicheren Spaß lieber zertifizierte Anzündhilfen nutzen, sei es als Würfel, Riegel,  Pasten oder Flüssigkeit.

Die TOP 5 der flachen Grill-Sprüche:

1. Schützt die Blumen, esst mehr Fleisch
2. (S)Teak it Easy
3. Grillen, chillen, Bierchen killen
4. Don’t cook, just grill
5. Frauen stehen auf Männer mit Kohle
Die Grill-Party-No-Go-Mitbringsel:
1. Schürze mit lustigen Sprüchen á la “Hier grillt der Chef noch selbst”
2. Grill-Besteck-Set aus dem Ein-Euro-Markt
3. Biertrinkhelm
4. Brennstempel mit Wechsel-Buchstaben
5. Bierflaschen-Holster

bambergG’s Spezial Wasabi-Kräuterbutter:
(für ca. drei Personen, denn das Zeug macht süchtig!)
250g Butter (Zimmertemperatur) mit einer Tube Wasabipaste verrühren.  Anschließend zwei Päckchen Tiefkühl-Kräutermischung unterrühren. Auf Wunsch gern auch noch drei Zehen  Knoblauch fein hacken und rein damit!

 

Unbenannt-4Marinade-Rezept von Marc Burghardt:
150 ml Öl
50 ml Champagneressig
1 große Zitrone bzw. Saft davon
1 Peperoni klein hacken
1 Zehe Knoblauch pressen
2 EL Honig
1 Stück Ingwerwurzel klein hacken
Salz und Pfeffer nach belieben
Thymian, Rosmarin, Oregano

Alle Zutaten in ein Gefäß geben, umrühren und das rohe Fleisch oder Gemüse darin einlegen. Bei Marinaden empfiehlt es sich, das Fleisch oder Gemüse breits im Vortag einzulegen. Zitrone, Essig und Ingwer machen das Fleisch zarter.