Kollege gesucht: Personalmangel in der Gastronomie

 

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„Heute Ruhetag“ – diese Schilder ärgern meist nicht nur die Inhaber der geschlossenen Locations, sondern auch alle, die ihren Abend gerne bei gutem Essen, Bier oder lauter Musik  verbringen. Doch genau hier liegt das Problem. Denn, wenn alle feiern sind – wer arbeitet dann? Der BRAUSER zeigt euch, warum ein Gastro-Job vielleicht doch genau das Richtige für euch ist.

AUFREGEND

Chaos an der Theke der Lieblingskneipe, langes Warten auf den bestellten Kaffee – ärgerlich! Doch das Problem liegt nicht – wie man vielleicht vermuten könnte daran, dass das Personal unmotiviert oder faul ist. Sondern daran, dass es zu wenig gibt. Wenn die Freunde samstagabends in den Club gehen, möchte keiner hinter der Theke stehen, geschweige denn am Sonntagmorgen das Frühstücksbuffet im Café um die Ecke herrichten. Doch dabei muss man bedenken, was wir wohl ohne all diejenigen machen würden, die uns mit einem netten Lächeln den Latte macchiato auf den Tisch stellen? Eben! Wieso entscheiden sich nun aber junge Menschen immer seltener für einen Job in der Gastronomie? Denn ein Job im Service macht durchaus Spaß. Neben neuen Kontakten, bringen diese Jobs auch eine Menge für einen selbst – und zwar nicht nur Trinkgeld.

ANSPRECHEND

Die Gastronomie bietet vielseitige Möglichkeiten, wo jeder individuell entscheiden kann, was zu einem persönlich passt. Neben einer Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie bietet die Gastro-Szene eine Vielzahl von Aushilfsjobs. Ideal für Schüler, Studenten und all die, die sich ein paar Euro dazuverdienen möchten. Das Arbeiten im Service schult nicht nur darin, ein guter Gastgeber zu sein und beim nächsten Cocktailabend mit den Freunden beim professionellen Handling mit dem Shaker zu überzeugen. Auch der Umgang mit Menschen ist ein bedeutender Bestandteil. Wer längere Zeit in der Gastro tätig war, wird merken, dass er gelernt hat, mit Konfliktsituationen umzugehen. Denn, auch wenn man bei den meisten Einsatzgebieten die Möglichkeit hat nette Leute kennenzulernen, bestätigt die Ausnahme auch hier hin und wieder die Regel.

ATMOSPHÄRISCH

Zum Jobben bieten Hotel und Gaststätten dazu meist flexible Arbeitszeiten, die sich gut mit Uni und Schule vereinbaren lassen. Das ist auch einer der Gründe, warum in Gastro-Betrieben oft junge Menschen arbeiten. Sehr schön natürlich für alle, die gerne neue Bekanntschaften machen. Junge Menschen sorgen auch meist für eine lockere Atmosphäre, in der sich besonders Einsteiger wohlfühlen. Ein weiterer Pluspunkt für das Arbeiten im Service: In einem guten Hotel oder Restaurant wird der Arbeitsplatz sauber und gepflegt sein. Denn man arbeitet dort, wo Kunden zum Verweilen eingeladen werden sollen. Dazu kommt, dass es Gaststätten und Hotels wie Sand am Meer gibt – und Erfahrungen sind wie in jedem Job alles.

AUSGEZEICHNET

Wen es nicht nur zum Jobben ins Gastro- und Hotelleben zieht, hat eine große Bandbreite an Ausbildungsmöglichkeiten, wie Hotelkaufmann/frau, Restaurantfachmann/frau, Koch, Köchin oder im Service. In Hotellerie und Gastronomie kann jeder motivierte Berufseinsteiger seinen Platz finden. Darüber hinaus werden motivierte Mitarbeiter in diesem Gewerbe immer gesucht und auch gesucht bleiben, denn freundliche Mitarbeiter sind unersetzlich. Dazu kommt, dass es neben vielen Ausbildungschancen ebenso viele zur Weiterbildung gibt. Wer im Hotel- oder Gastrogewerbe Fuß gefasst hat, dem steht die ganze Welt offen. Mit dem richtigen Ehrgeiz und dem nötigen Engagement wäre man nicht der Erste, der vom Hotelfachmann zum Hoteldirektor oder selbstständigen Unternehmer aufgestiegen ist.

KASSE MACHEN UND KARRIERE

Wir sprachen mit Jan Herwig, Inhaber von Service Allstars über Nebenjobs in der Gastro.

MFI_7153-KopieWas macht ein Gastro-Job als Nebenjob so attraktiv?

Man lernt super viele nette Leute kennen und wir achten sehr darauf, dass wir ein harmonisches Team haben. Bei uns kann man sich aussuchen, wann man arbeiten möchte. Es gibt ja auch immer Phasen im Jahr, da hat man viel mit der Uni zu tun und dann gibt es Zeiten, da braucht man mehr Geld für den Urlaub. Das ist bei uns sehr flexibel. Wir halten uns an die gesetzlichen Bestimmungen, wie das Arbeitszeitgesetz, bezahlten Urlaub, zahlen Urlaubs- und Weihnachtsgeld und machen vor allem sehr viele tolle Veranstaltungen für unsere Mitarbeiter.

Welche Einsatzgebiete gibt es?

Grundsätzlich kommt man bei uns viel rum und hat viel Abwechslung. Da kommt man rum: Heidelberg, Frankfurt, München, Hannover, Köln, … Zusätzlich kann man bei uns die gesamte Gastrowelt kennenlernen. Vom Sternerestaurant und Fine Dining, bis zum Mega-Event auf der Kölnmesse, Caterings auf der IAA, Oktoberfeste, Abibälle und ganz klassische Einsätze in den unterschiedlichsten Hotels und Restaurants. Da kann sich auch jeder aussuchen, was zu ihm am besten passt. Der eine mag mehr Rumtata, der andere mehr Fine Dining.

Wie werden Bewerber für die Aufgabenbereiche geschult?

Für die Ausbildung und Schulung unserer Mitarbeiter haben wir den Allstars Campus entwickelt. In einem 9-stufigen Schulungsprogramm bringen wir unseren Mitarbeitern alles bei, was sie wissen müssen. Das ist absolut einzigartig in Deutschland und wir leisten in diesem Bereich echte Pionierarbeit. Das ist aber die Grundlage für unsere top Qualität. Das Wichtigste jedoch für uns ist, dass unsere Mitarbeiter echt Bock auf Gastro haben. Ohne Spaß an der Arbeit ist man bei uns verkehrt.

Fischer-Hotel-Gude-neuSladjana Fischer, Tagungsleiterin im Hotel Gude informierte uns über die Ausbildungsmöglichkeiten im Gastgewerbe.

Warum sollte man als Berufseinsteiger eine Ausbildung im Bereich Hotel und Gastronomie beginnen?

Wir sind ganz nah dran an unseren Gästen: Menschen auf Reisen, die offen für Neues sind. Menschen, die ihre Familienfeste bei uns feiern. Oder Tagungsgäste, die ein Projekt gemeinsam weitertreiben wollen. Da wird viel positive Energie freigesetzt. Und wir sind mittendrin! Wir bekommen täglich Feedback. Es ist kein Problem, für ein Jahr oder auch länger ins Ausland zu gehen. Und, das finde ich fast wichtiger, danach kann man auch wieder zurückgehen. Denn auch in Kassel, Berlin und Frankfurt wird es immer Hotels und Restaurants geben.

Welche Aufstiegschancen hat man?

Im Hotel und im Restaurant dreht sich alles um den Gast. Der Gast interessiert sich wenig für formale Qualifikationen und Zertifikate. Wer ehrgeizig ist und neugierig, der kann auch in jungen Jahren eine Führungsposition in Küche, Restaurant oder Hotel erreichen. An der Hotelfachschule kann man sich zum staatlich geprüften Betriebswirt fortbilden. Und es gibt auch die Möglichkeit des Hochschulstudiums. Damit qualifiziert man sich für Managementpositionen, insbesondere bei den globalen Hotelketten. Aber auch mit einem Studium wird im Hotelgewerbe niemand an einen Schreibtisch in der Zentrale gezwungen: Als Direktor/in eines großen Hauses kann man die Entwicklung
eines Unternehmens steuern und gleichzeitig nah am Menschen bleiben!

Welche Voraussetzungen sollte ein Bewerber mitbringen?

Das hängt vom individuellen Karriereziel ab. Ein Hauptschulabschluss ist gut. Mittlere Reife oder Abitur sind Voraussetzung für ein anschließendes Fachhochschulstudium. Wirklich unverzichtbar ist nur die Freude am Umgang mit Menschen.

 

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