Sport: Ultimate Frisbee

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Sich am Strand und im Park ein Frisbee zuwerfen kennt jeder! Die leichte Wurfscheibe kann man schließlich fast überall mit hinnehmen und zwischendurch eine­­­­­­ Runde Werfen gehen. Ultimate Frisbee hingegen ist ein Endzonenspiel, welches auf einem Spielfeld sieben gegen sieben ausgetragen wird. Dabei gibt es auch einige Regeln zu beachten. Die Kasseler „Himmelstürmer“ betreiben diesen Sport. Der BRAUSER war neugierig und sprach mit vier Team-Mitgliedern.

Rebecca Partsch, Nescha Schumacher, Mitja Rosenboom und Sebastian Rauchhaus – alles Studenten der Uni Kassel sind begeisterte Ultimate-Spieler und haben über Freunde oder Familie zum körperkontaktlosen Sport gefunden. Für die jungen Spieler gibt es zahlreiche Punkte, was den Reiz des Sportes ausmacht. An oberster Stelle steht aber für alle der Fair-Play-Gedanke, „denn es gibt keinen Schiedsrichter, sodass jeder wirklich ehrlich und fair sein muss, dadurch ist jeder Spieler (auch bei wichtigen Spielen) um ein gutes Klima auf und neben dem Spielfeld bemüht“, erzählt die 24-jährige Nescha. Rebecca ergänzt: „Die Sportart ist sehr athletisch, man muss schnell rennen, hoch springen, sich durchsetzen können. Zudem ist sie sehr vielseitig. Man muss die Techniken zum Werfen dieses nicht ganz gewöhnlichen Spielgeräts erlernen. Und auf den Turnieren herrscht eine tolle Stimmung, alle sind sehr freundlich und aufgeschlossen.“ Auch das Ultimate Frisbee als Mixed-Team (Männer und Frauen) gespielt werden kann, ist ein positiver Aspekt.

Motivation und Wille

Wer Ultimate spielen möchte, braucht an Equipment lediglich ein Frisbee. „Stollenschuhe sind allerdings empfehlenswert, so der 26-jährige Sebastian. „Sie erleichtern einen guten Antritt und vermindern das Risiko auszurutschen“, weiß Rebecca zu berichten. Für das Spielfeld werden dann noch Feldmarkierungen (i. d. R. Hütchen) benötigt. Und schon kann es losgehen! Doch wie funktioniert Ultimate Frisbee? Im Gegensatz zum „normalen“ Frisbee, wobei man sich eine Scheibe hin und her wirft, ist „im Ultimate zusätzlich zum Passen, Sprint- und Sprungstärke unglaubliche wichtig. Diese Elemente zeichnen den Sport aus.“, erläutert Sebastian. Mitja ergänzt: „Bei dem Mannschaftssport ist nicht nur technisches Werfen, sondern auch taktisches Spielverständnis wichtig.“ Wer den Sport ausüben möchte, sollte Lauf- und Anstrengungsbereitschaft sowie Teamfähigkeit mitbringen. Nescha meint: „Grundsätzlich kann erstmal jeder Ultimate Frisbee spielen. Natürlich gibt es Dinge, die einem Vorteile verschaffen können, wie zum Beispiel eine gute Motorik, schnelle Beine oder die Körpergröße, aber das Wichtigste ist eigentlich die Motivation und der Wille, gemeinsam schönes Ultimate zu spielen.“

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Fair play

Studentin Rebecca, die bereits U20 und U23 Nationalspielerin war und an zahlreichen Wettkämpfen teilgenommen hat, erläutert, wie es funktioniert: „Zwei Mannschaften à sieben Spieler spielen geneinander. Das Spielfeld sieht aus wie beim American Football, ist genauso lang wie ein Fußballfeld, aber nur halb so breit. Es gibt eine Zentralzone zwischen zwei Endzonen.“ Sebastian hakt ein und erklärt weiter: „Das Ziel im Ultimate ist es mit dem eigenen Team in die gegnerische Endzone zu kommen. Der/die SpielerIn in Scheibenbesitz darf jedoch nicht laufen. Dementsprechend kann ein Team sich nur durch Zupassen der Endzone nähern. Die gegnerische Mannschaft versucht diese Pässe natürlich zu unterbinden.  Hervorzuheben ist noch, dass es im Ultimate keine Schiedsrichter gibt. Auch bei offiziellen Turnieren müssen die SpielerInnen Regelverletzungen selbst ansagen und auflösen.“

Mit Scheibe unterwegs

Als „Himmelsstürmer“ kommt man viel rum – wenn man denn möchte. Denn Wettkämpfe und Turniere sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland finden jedes Wochenende statt, auch wenn dies meistens „Fun-Turniere“ sind. Sebastian war bereits in München, Berlin, Frankfurt, Genf, Brügge und Amsterdam, um nur einige zu nennen. Mitja zählt auf: „Kassel, Dortmund, Berlin, Göttingen, Heidelberg, Usedom, Hannover, Brügge.“ Natürlich sind auch Rebecca und Nescha oft unterwegs. Gerade Rebecca hat wie bereits schon erwähnt viele internationale Turniere gespielt und vorderste Plätze belegt.

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Und sonst so?

Neben der Leidenschaft für das Ultimate, begeistern sich alle Vier auch für andere Sportarten. So locken Mitja beispielsweise Surfen, Mountainbiken, Rennradfahren, Fußballspielen, Volleyball, Tennis und Skifahren. Als Sportstudentin hat Rebecca die Möglichkeit viele verschiedene Sportarten kennenzulernen. „Diese machen mir auch sehr viel Spaß, doch an Ultimate kommt keine ran“, bekräftigt sie mit einem Lächeln. Biologie- und Sportstudentin Nescha erzählt: „Ich spiele gerne Fußball, früher hab ich sehr viel Judo gemacht, ich schwimme gerne, ebenso Wandern und Skifahren, gehe ganz gerne Joggen und fahre viel Fahrrad…“ Sebastian war vor Kurzem, beim American Sports Day (in Kassel), und dort waren einige Sportarten vertreten, die er durchaus interessant findet, wie American Football, Baseball und Lacrosse. „Aber mit Ultimate bin ich überaus zufrieden – und für mehr ist auch wirklich keine Zeit.“

Entspannung

Neben dem Studium bleibt bei allen nicht viel Zeit für andere Aktivitäten. Da wird sich mit Freunden getroffen, in den Urlaub gefahren und natürlich an Turnieren teilgenommen. Zeit um entspannen und abzuschalten vom Alltag braucht jeder. Mitja kann das am besten auf dem Balkon in der Hängematte. Auch Rebecca chillt auf dem Balkon in der Sonne. Oder geht in die Sauna. „Wenn es zeitlich möglich ist, würde ich dafür in meine Heimat, ein kleines Dorf in der Nähe von Lübeck, fahren, da haben meine Eltern einen sehr großen und schönen Garten, in dem man die Seele baumeln lassen kann“, schwärmt Nescha. Um im Leben glücklich zu sein, braucht es für Nescha nur „nette Menschen um mich herum, die Schönheit der Natur und Bewegung.“ Mitja schätzt gemeinsame Erlebnisse, Sport und Musik und Rebecca zählt auf: „Familie, Freunde, Haustiere.“ Auch ambitionierte Träume haben die Spieler. „Mit dem Rad die Alpen überqueren“, meint Mitja. Rebecca will in weit entfernte Länder reisen und Nescha träumt: „Auf den Großglockner steigen, eine große Reise machen und Kinder kriegen.“

Die Frisbee-Community ist ein bunter und netter Haufen. Schau dort doch einfach mal vorbei!

 

Trainingszeiten
Outdoor-Saison (April bis Oktober)

Anfänger-Training:
• Dienstags, 18.00 – 19.30 Uhr
Ort: A-Platz (Hochschulsport Kassel – Damaschkestr. 25)

Fortgeschrittenen-Training:
• Dienstags, 19.30 – 21.00 Uhr
Ort: A-Platz (Hochschulsport Kassel – Damaschkestr. 25)

• Mittwochs, 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: Kunstrasenplatz Bereitschaftspolizei (Frankfurter Str. 365)

Wettkampftraining:
• Freitags, 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: Kunstrasenplatz Bereitschaftspolizei (Frankfurter Str. 365)

Mehr Infos unter: www.ultimate-kassel.de und bei Facebook unter: Himmelstürmer – Ultimate Kassel

 

Nescha Schumacher

uzhg1geboren am 17. Juli 1992
Studentin: Lehramt Biologie und  Sport an der Uni Kassel, 8.  Semester, HiWi-Job an der Uni

Weitere Hobbys: draußen sein und sich bewegen, Freunde treffen, Kreativität ausleben, in den Urlaub fahren, Pflanzen- oder Käferbücher lesen, Akkordeon
spielen…

 

Rebecca Partsch

hkhkhgeboren am 4. Mai 1993
Studentin: gymnasiales Lehramt Sport, Mathematik; 8. Semester

Erfolge:
(U20 und U23 Nationalspielerin)

2010: U20 WM in Heilbronn
U23 WM in Florenz
2011: U20 EM in Breslau (2. Platz)
2012: U20 WM in Dublin (4. Platz)
2013: U23 WM in Toronto (4. Platz)
2015: U23 WM in London (5. Platz)

 

Sebastian Rauchhaus

ppüpgeboren am 3. Februar 1990, Student

Erfolge:
2010: U23-WM (3. Platz)
2013: 4. Platz in der 2. Liga

 

Mitja Rosenboom

jkjkilgeboren am 27. November 1991, Student

Weitere Hobbys: Mountainbiken,
Gitarre spielen