Projekt Zukunft: Freiwillig ins Ausland

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Bernhard Marien, Internationalenr Bund Kassel.

Freiwilligendienste sind attraktiv und im Trend und man kann sogar im Ausland einen solchen absolvieren. Wir sprachen mit Bernhard Marien, pädagogischer Mitarbeiter und Koordinator Freiwilligendienste im Ausland beim IB Internationaler Bund in Kassel darüber!

Herr Marien, dass es Freiwilligendienste in Deutschland gibt, hat sich weitgehend herum gesprochen. Aber neu dürfte Vielen sein, dass man diese Dienste auch im Ausland absolvieren kann.

Welche Programme und Einsatzmöglichkeiten gibt es?

Bernhard Marien: Hier in Deutschland gibt es vier nennenswerte  Programme: Zum einen das Programm „weltwärts“, das ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst für die Länder des globalen Südens. Dann der „internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD)“, das ist sozusagen das Nachfolgeprogramm des allseits bekannten „FSJ im Ausland“. Außerdem zu nennen ist der „Europäische Freiwilligendienst“. Ein EU-Programm und folglich auf Europa und einige assoziierte Nachbarländer begrenzt. Und last but not least das Programm „Kulturweit“ des Auswärtigen Amtes in Kooperation mit der deutschen UNESCO Kommission. Die Einsatzmöglichkeiten sind weltweit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen in den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Umwelt. Wir vom IB bieten Plätze im „IJFD“ und in „weltwärts“ an und entsenden innerhalb von Europa nach Italien, Frankreich, Irland, Spanien, u.v.m. – und in Übersee nach Südafrika, Kamerun, Tansania und Indien.

Welche Voraussetzungen muss ich als Bewerber/in erfüllen?

Bernhard Marien: Man sollte als zukünftiger Freiwilliger vor allem offen, neugierig und aufgeschlossen sein – und Lust haben, sich auf bisher unbekannte Lebenswelten einzulassen. Sprachkenntnisse sind zwar wichtig, aber mehr noch die Bereitschaft, sich sozial zu engagieren, Gewohnheiten und Ansprüche zu verändern und sich neuen ungewohnten Lebensweisen anzupassen.

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Foto: Internationaler Bund

Wie werde ich auf solche Einsätze vorbereitet und können auch Kosten entstehen?

Bernhard Marien: Wir beraten persönlich und berücksichtigen die Wünsche bei der Auswahl der Projekte. Zudem sind Vorbereitungsseminare vorgesehen, in denen man Gleichgesinnte kennenlernt und intensiv auf das Freiwilligenjahr im Ausland vorbereitet wird. Darüber hinaus gibt es ein Zwischen- und ein Abschlussseminar. Während der gesamten Zeit sind wir Ansprechpartner und halten Kontakt über skype, E-Mail oder Telefon. Der Staat trägt ca. die Hälfte der Kosten, den Rest sollten die Freiwilligen über Spenden bzw. Förderkreise einwerben. Wie das funktioniert, erklären wir ganz genau.