Ausbildung beim Landkreis Kassel

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In den 29 kreisangehörigen Städten und Gemeinden des Landkreises Kassel leben heute knapp 235.000 Menschen zwischen Baunatal und Bad Karlshafen und zwischen Liebenau und Helsa. So vielfältig wie der Landkreis selbst ist auch das Angebot seiner Ausbildungsplätze. Viele Berufe können hier gelernt und ausgeübt werden.  40 Auszubildende beginnen pro Jahr die Lehre in einem der vielen Bereiche.

Das Märchenland der Brüder Grimm umfasst auch den Landkreis Kassel. Im Kreis gibt es rund 500 Quadratkilometer Wald, das ist mehr als ein Drittel der Gesamtfläche und allein für eine Wanderung durch den Reinhardswald braucht man gut acht Stunden – die Pause im Tierpark Sababurg ist dabei noch gar nicht eingerechnet. Insgesamt umfasst der Kreis eine Fläche von knapp 1.300
Quadratkilometer. Zum Kreis gehören 29 Städte und Gemeinden,
Baunatal als größte Stadt hat 28.000 Einwohner, Nieste als die kleinste Gemeinde zählt 1.800 Menschen. Der Kreis in seiner heutigen Form geht auf die Gebietsreform in den frühen 70er Jahren zurück, bei der sich die bis dahin selbständigen rund 100 Ortschaften zu ihrer heutigen Form zusammenschlossen.

Die Verwaltung

Verwaltungstechnisch bildet der Landkreis das Dach für die zugehörigen 29 Städte und Gemeinden. Jede dieser Kommunen ist selbständig und wird nach den Grundsätzen der kommunalen Selbstverwaltung geführt. Der Landkreis versteht sich als Dienstleister und Koordinator für seine Städte und Gemeinden und nimmt diejenigen öffentlichen Aufgaben wahr, die über die Leistungsfähigkeit der Kommunen hinausgehen. Außerdem hat der Kreis ein vielfältiges Aufgabenspektrum, das ihm vom Bund und vom Land Hessen übertragen wurde. Nicht zuletzt ist der Landrat in seiner staatlichen Funktion jedoch auch Aufsichtsinstanz über die Kommunen.

Als Arbeitgeber bietet der Landkreis Kassel eine ganze Reihe von Möglichkeiten qualifizierter Ausbildung in zahlreichen Berufen. Zum Beispiel die des Verwaltungsfachangestellten. Dort lernst Du – ganz grob gesagt – wie die Verwaltung funktioniert. Und das ist auf den ersten Blick ziemlich kompliziert. Durch die vielen Einblicke, die Du in der Ausbildung bekommst, aber auch höchst interessant. Wer bekommt wieviel Geld von der Verwaltung ausbezahlt, welche Formulare müssen vorgelegt werden, welche Voraussetzungen vorliegen?  Du wirst lernen, was der Unterschied zwischen Arbeitslosengeld I und II ist oder zwischen Grundsicherung und Eingliederungshilfe. Der Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern gehört natürlich mit dazu. Sobald du die Ausbildung dann bestanden hast, bist du Verwaltungsfachangestellte/r und kannst dich um einen Job in deinem Lieblingsbereich bemühen. Als  Verwaltungsfachangestellte/r findest du Anstellung bei verschiedenen Behörden, wie z.B.  Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen oder Kirchenverwaltungen. Das Gehalt in der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten richtet sich in der Regel nach Tarifverträgen und beträgt im 1. Jahr 853,26 €, im 2. Jahr 903,20 € und im 3. Jahr 949,02 € (brutto). Du hast nach deiner Ausbildung die Möglichkeit dich weiter zu qualifizieren und zu studieren.

Unsere Ausbildungsbereiche für 2016 sind:

•   Verwaltungsfachangestellte/r
•   Informatiker/in
•   Tischler/in
•   Inspektoranwärter/innen für die Beamtenlaufbahn des   gehobenen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung -Studium Bachelor of Arts

Der BRAUSER sprach mit Vanessa Jordan (19) und André Tentrop (20). Beide absolvieren eine Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellte/n beim Landkreis Kassel. André begann im Jahr 2013 nach seinem Abitur die Ausbildung und Vanessa im Jahr 2014.

André Tentrop (20) absolviert eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Landkreis Kassel.

André Tentrop (20) absolviert eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Landkreis Kassel.

BRAUSER: Wie bist du auf das Ausbildungsangebot des Landkreises Kassel aufmerksam geworden?
André: Ich bin durch ein Stellenausschreiben in der örtlichen Zeitung auf den Ausbildungsplatz aufmerksam gemacht worden. Ich hatte jedoch das Glück, dass ich mich ein wenig in der Verwaltungsarbeit auskannte. Mein Schulpraktikum in der 9. Klasse verrichtete ich in der Stadtverwaltung Homberg (Efze) im Amt für Bodenmanagement. Während des Praktikums konnte ich erste Eindrücke sammeln. Gegen Ende der Schulzeit manifestierte sich dann bei mir der Wunsch, in der Verwaltung eine Ausbildung zu machen. Und so bin ich dann hier gelandet.
Vanessa: Also, ich bin durch meinen Nachbarn auf das Ausbildungsangebot des Landkreis Kassels aufmerksam gemacht worden. Er hat die Arbeit und die Ausbildungsstätte sehr gelobt und ich dachte mir, dass ich dieses Arbeitsfeld auf jeden Fall für mich in Anspruch nehmen möchte

BRAUSER: Wie läuft das Auswahlverfahren ab?
Vanessa: Es gibt drei Durchläufe. Zuerst muss man sich natürlich bewerben und anschließend wird man zum Einstellungstest ins Hermann-Schafft-Haus geladen.
André: Je nachdem welches Ergebnis man dabei erzielte, wurde man zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Was genau nun die Kriterien waren und wie stark der Einstellungstest und das Vorstellungsgespräch gewertet wurden, das wissen wir nun nicht.

BRAUSER: Welche Besonderheiten  gibt es in der Ausbildung?
André: Als Besonderheit muss man hervorheben, dass man die verschiedenen Bereiche und Ämter kennenlernt.
Vanessa: Ja genau, ungefähr alle drei Monate findet ein Wechsel für uns Auszubildende statt. Das ist sehr spannend, weil man dadurch mit unterschiedlichen Themen betraut wird.
André: Durch den Kontakt zu anderen Auszubildenden an der Berufsschule wissen wir, dass es bei anderen Ausbildungsstätten zum Verwaltungsfachangestellten nicht so ist.

BRAUSER: Warum Ausbildung im Büro?
Vanessa: In erster Linie macht mir die Arbeit am PC Spaß. Wenn dies nicht so wäre, dann wäre ich aber auch nicht die Richtige für die Büroarbeit.
André: Wie ich schon gesagt habe, mein Praktikum hat mir damals so gut gefallen, dass ich mir die Arbeit in der Verwaltung sehr gut vorstellen konnte. Außerdem finde ich es schön, wenn man sein eigenes Büro hat, in dem man in Ruhe seiner Arbeit nachgehen kann. Durch das Gleitzeitmodell habe ich außerdem die Möglichkeit, frei über die Zeit zu verfügen. Und auch sonst kann ich mir meistens meine Zeit selber einteilen. Ich kann selber entscheiden, wann ich was mache. Das hängt natürlich stark vom Bereich ab, aber beim Brand- und Katastrophenschutz zum Beispiel ist es mir überlassen worden, wann ich welche Aufgaben erledige.

Vanessa Jordan (19) absolviert eine Ausbildung beim zur Verwaltungsfachangestellten beim Landkreis Kassel

Vanessa Jordan (19) absolviert eine Ausbildung beim zur Verwaltungsfachangestellten beim Landkreis Kassel

BRAUSER: Welcher Arbeitsbereich interessiert dich am meisten?
Vanessa: Mich hat bisher das Sozialamt am meisten interessiert. Jeder Tag ist irgendwie anders dort. Die zu behandelnden Themen sind sehr unterschiedlich. Selbstverständlich wiederholen sich die einzelnen Tätigkeiten und man kann eine Routine entwickeln. Im Großen und Ganzen jedoch bietet dieser Bereich sehr viel Abwechslung.
André: Ich kann auch nur das beurteilen, was ich bisher erfahren habe. Mir hat besonders viel Freude die Arbeit in Hofgeismar beim Amt für Ordnung und Gewerberecht bereitet. Dort gibt es innerhalb der Abteilung sehr viele unterschiedliche Themen bzw. Unterabteilungen. Wie zum Beispiel das Jagdwesen, die Fischerei, die Schwarzarbeit und so weiter. Außerdem ist man auch viel unterwegs, denn man wird häufig in den Außendienst mitgenommen.
Allgemein kann man sagen, dass die Arbeit beim Amt für Ordnung und Gewerberecht sehr vielseitig ist.

BRAUSER: Wie viele Auszubildende gibt es bei dem Landkreis Kassel? Hast du Kontakt zu den anderen Auszubildenden?
Vanessa: So um die 40 Auszubildenden beschäftigt der Landkreis Kassel. Jedoch hat man im Arbeitsalltag untereinander weniger bis keinen Kontakt, weil wir alle in unterschiedliche Bereiche eingeteilt werden. Die Mittagspause verbringen wir allerdings sehr gerne zusammen und in der Berufsschule läuft man sich natürlich auch über den Weg.
André: Dem wäre noch hinzuzufügen, dass die Ausbildungsleitung zusammen mit der Jugend und Auszubildenden Vertretung (JAV) gemeinsame Aktivitäten organisiert. Dieses Jahr sind wir zum Beispiel auf den Dörnberg gewandert. Und letztes Jahr haben wir im September eine Kanufahrt auf der Weser gemacht.

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BRAUSER: Hast Du schon weitere Pläne für Deine Zukunft?
Vanessa: Also ich würde nach meiner Ausbildung gerne hier übernommen werden.
André: Mir geht das genauso. Man hat hier sehr viel Entfaltungsfreiraum und Möglichkeiten sich zu entwickeln.

Interessiert?

Wenn du Interesse an einer Ausbildung bei der Landkreisverwaltung Kassel hast, dann schau doch einfach mal auf der Homepage der Landkreisverwaltung vorbei oder melde dich direkt bei:

Ortwin Bormann Kreishaus
Wilhelmshöher Allee 19-21  |  34117 Kassel
Tel.: 0561 1003-1477  |  Fax.: 0561 1003-1353
E-Mail: ortwin-bormann@landkreiskassel.de