Thema: Ausbildung – Allrounder mit vielen Chancen

Mit Zahlen jonglieren, klein gedrucktes durchschauen und irgendwie die Langeweile im Büro bekämpfen. Das sind oft Vorurteile, die immer wieder genannt werden, wenn es um den Beruf des Versicherungskaufmanns/frau geht. Doch eigentlich stimmt das nicht, denn der Job ist viel mehr als Warten, das die Zeit herumgeht. BRAUSER stellt euch diesen vielseitigen Job vor.

 

In dem Beruf der Versicherungskaufleute wird es nie langweilig, denn es gibt Innen- und Außenbereich und viel Kundenkontakt. Im Innenbereich arbeitet man im Büro und erledigt eher die verwaltenden und kaufmännischen Aufgaben. Auch pflegt man den Kundenkontakt, in dem man viel mit ihnen arbeitet und sie berät. Der Außendienst ist fast nur auf Kundenkontakt aufgebaut. Wer dort arbeiten möchte, sollte zeitliche Flexibilität besitzen, ein Verkaufstalent sein und die Bedürfnisse der Kunden analysieren können aber sie dennoch gut und vertrauensvoll behandeln.

 

AUFGABEN UND ARBEITSBEREICHE

Versicherungskaufleute beraten die Kunden und klären sie über verschiedene Versicherungen auf. Es werden unter anderem Schadensund Leistungsfälle bearbeitet. Man sollte ein sehr gutes Menschengespür haben und kommunikationsfreudig sein, denn Kundenkontakt ist das A und O des Jobs. Die Kundenbindung spielt eine wichtige Rolle. Unter anderem unterbreiten die Versicherungskaufleute Angebote, analysieren bedarfsgerecht die Situation ihrer Kunden und schließen dann Verträge ab. Oft arbeiten Versicherungskaufleute in Banken, Beratungsunternehmen, Vermögenberatungen, bei Versicherungsmaklern und Kreditinstituten. Auch arbeiten sie oft bei Finanzberatern und beraten über Wertpapieranlagen, Immobilienfinanzierungen und betriebliche Altersvorsorge. Um Erfolg zu haben, müssen die Versicherungskaufleute immer auf dem neusten Stand über die Wirtschaft sein. Aber auch im kaufmännischen Denken und in Bereichen, wie z.B. Lebens- und Sachversicherungen wird das Wissen auf dem neusten Stand gehalten. Insgesamt sollten sie ein sicheres Auftreten und Einfühlungsvermögen, gute EDV-Kenntnisse und Teamfähigkeit besitzen.

 

BENÖTIGTER SCHULABSCHLUSS UND VORAUSSETZUNGEN

Bewerber mit Hauptschulabschluss werden oft nicht genommen, bessere Chance auf den Beruf hat man mit einem Realschulabschluss oder der Fachoberschulreife. Die Fächer Deutsch und Mathe sind auf dem Zeugnis wohl das Wichtigste. Doch bei dem Bewerbungsgespräch wird auch sehr auf die mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit geachtet. Man sollte außerdem sehr auf sicheres Auftreten achten und ein ansprechendes Erscheinungsbild sollte nicht fehlen.

 

BERUFSAUSSICHTEN

Die Ausbildung zum Versicherungskaufmann bzw. zur Versicherungskauffrau dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Danach gibt es noch berufsbegleitende Studiengänge oder ein berufliches Vollzeitstudium zur Weiterbildung. Auch die ersten Lehrjahre werden gut bezahlt, denn zu Beginn verdient man schon 803 Euro. Im zweiten Jahr steigt die Vergütung weiter auf 875 Euro und liegt im dritten Jahr bei 952 Euro. Das ist im Vergleich zu anderen Ausbildungen ziemlich hoch. Auch die Übernahme nach der Ausbildung ist recht gut und beträgt ca. 75 Prozent. Es könnten mehr sein, jedoch wollen viele nicht übernommen werden und fangen eher ein Studium an. Dennoch: Wer eine gute Ausbildung meistert, hat sehr gute Berufsaussichten.

 

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