Thema: Vorsorge zu Beginn der Ausbildung

Fotos: Michael Staudinger – pixelio.de, MEV

 

Jeder kennt es – man verlässt die Schule, taucht ins Berufsleben ein und nun steigt man so langsam in den Kreis der Erwachsenen auf. Das bringt natürlich auch mit sich, dass man energisch an seine Zukunft denken sollte, auch in Sachen Vorsorge. Da ist es interessant, über eine Lebensversicherung, Altersvorsorge oder generell über Versicherungen nachzudenken. Wir haben uns für euch mal schlau gemacht, denn: „Safety First!“

 

SICHERT MICH AB!

 

Der Einstieg ins Berufsleben bringt mehr Freiheit, fordert aber auch mehr Eigeninitiative. Gerade am Anfang des Berufslebens ist ein spezieller Versicherungsschutz notwendig. Dabei ist die ein oder andere Versicherung für Berufsanfänger sinnvoll – die andere nicht. Und das es vor allem preiswert sein soll, ist sowieso klar. Die ARAG zum Beispiel bietet umfassenden Versicherungsschutz an und berechnet unverbindlich die Beiträge. Auch individuelle Beratungstermine mit einem Mitarbeiter können ausgemacht werden. Hier wird sich für dich Zeit genommen und das beste und sinnvollste Versicherungspaket erstellt. Wie sehr werden die Berufseinsteiger von heute später einmal von ihren Sozialbeiträgen profitieren? Der Trend geht dahin, dass immer mehr soziale Leistungen privat abgesichert werden müssen. Der Dschungel an Angeboten und Bedingungen ist nur schwer durchschaubar. Welche Versicherung lohnt sich also wirklich und worauf sollte man vor der Unterschrift unter die Police achten? Absicherung im Arbeitsalltag und Vorsorge fürs Alter wird also für junge Berufseinsteiger zunehmend zum Thema. Dennoch sind die meisten nicht ausreichend informiert. Auch wenn es Angebote im Überfluss gibt, so herrscht doch beim Abschluss von Versicherungen eher eine allgemeine Verunsicherung. Wo findet man objektive Informationen? Welche Versicherungen sind für Berufseinsteiger besonders wichtig und auf welche Bedingungen muss man achten, um ein bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen? Eines scheint klar: Der Weg zur richtigen Versicherung ist steinig und lang, wenn man an einer wirklich guten Absicherung interessiert ist. Für alle Anträge, die man ausfüllt, sollte man sich viel Zeit nehmen und sehr sorgfältig sein, damit für den Ernstfall alles abgeklärt ist. Hier nochmal einige Versicherungen im Überblick, die sehr wichtig für Berufseinsteiger sind:

 

KRANKENVERSICHERUNG

 

Jeder, der im Berufsleben steht braucht eine Krankenversicherung. Die Krankenkasse kann jeder frei wählen. Jedoch ist zu beachten, dass sich jeder Lehrling spätestens 14 Tage nach Beginn der Ausbildung entschieden haben muss. Hinweis: Wer bislang privat versichert war, kann mit Beginn der Versicherungspflicht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Der Bund der Versicherten rät allerdings, die private Versicherung als Anwartschaft neben der gesetzlichen Krankenkasse weiterlaufen zu lassen. Ein späterer Wechsel ist dann nämlich ohne Gesundheitscheck möglich.

 

BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG

 

Im Jahr 2001 wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Die Leistungen beschränken sich jetzt nur noch auf eine so genannte Erwerbsminderungsrente. Während der ersten fünf Jahre deines Arbeitslebens hättest du aber nicht mal darauf einen Anspruch. Denn die Vorschrift ist, dass mindestens 60 Monate lang Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt werden müssen, um einen Anspruch auf Frührente zu erlangen. Wenn du also aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls deinen Beruf nicht weiter ausüben kannst, zahlt dir Vater Staat vorläufig keinen einzigen Cent. Aber auch später sind die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei weitem nicht ausreichend. Wer bei Berufsunfähigkeit nicht auf einen Großteil seines Einkommens verzichten möchte und den Gang zum Sozialamt meiden will, sollte private Vorsorge treffen.

 

UNFALLVERSICHERUNG

 

Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhält, sollte sich auf jeden Fall für die Unfallversicherung entscheiden. Eine Unfallversicherung tritt bei dauerhaf tenSchäden nach einem Unfall ein. Wie die Erfahrung allerdings zeigt, führt in 90 Prozent der Fälle eine Krankheit zu dauerhaften Schäden, die eine Unfallversicherung nicht abdeckt. Sie sollte deshalb nur zweite Wahl sein. Im Betrieb und auf dem Arbeitsweg schützt die gesetzliche Unfallversicherung.

 

PRIVATE HAFTPFLICHTVERSICHERUNG IN DER AUSBILDUNG

 

Du musst für deine Ausbildungszeit keine Haftpflichtversicherung abschließen, wenn deine Eltern haftpflichtversichert sind (also bei ihnen nachfragen),du deine erste Ausbildung machst und du nicht verheiratet bist. Sind diese Kriterien erfüllt, bist du bis zum Ende deiner (ersten) Ausbildung bei deinen Eltern mitversichert. Lass dir das aber sicherheitshalber von der Versicherung deiner Eltern schriftlich bestätigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du noch bei den Eltern wohnst. Wenn du allerdings schon eine Ausbildung oder ein Studium hinter dir hast, musst du dich selbst versichern. Und nach deiner Ausbildung auch. Die private Haftpflichtversicherung versichert Schäden, die du in der Freizeit verursacht hast. Das können Sach-, Personen- und Vermögensschäden einschließlich Folgeschäden sein, die beispielsweise auf einer Party oder als Freizeitsportler entstanden sind. Wenn du Notebooks deiner Freunde beschädigst, könntest du das notfalls noch aus deiner eigenen Tasche bezahlen. Aber wenn du z.B. mit dem Fahrrad einen Unfall verschuldest und Personen verletzt werden, dann kann das richtig teuer werden: Ärztliche Behandlungskosten, Krankenhausaufenthalt, Schmerzensgeld, Schadenersatzforderungen, möglicherweise lebenslange Rente und Pflege. Das kann Millionen kosten. Und da du mit deinem ganzen Vermögen haftest, kann es deinen finanziellen Ruin bedeuten, wenn du nicht versichert bist. Private Haftpflichtversicherungen sind nicht teuer und kosten im Jahr unter 100 Euro, je nach Versicherungsgesellschaft, Leistung und Deckungssumme. Die Deckungssumme ist die Summe, die die Versicherung bei einem Schadensfall maximal zahlt. Sie sollte schon bei mehreren Millionen Euro liegen oder sogar unbegrenzt sein.

 

KFZ-VERSICHERUNG IN DER AUSBILDUNG

 

Wenn du ein Auto kaufst, musst du es versichern, sonst wird es nicht zugelassen. Neben der Pflichtversicherung (Haftpflichtversicherung) kannst du noch zusätzlich freiwillige Versicherungen abschließen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt alle Sach-, Personen- und Vermögensschäden ab, die durch einen von dir verursachten Autounfall bei anderen entstanden sind. Wichtig für dich bei Versicherungsabschluss ist die Deckungssumme. Sie bestimmt die Höhe der Versicherungsleistung, wenn ein Schaden entstanden ist. Teil- und Vollkasko- Versicherung: Das sind zusätzliche freiwillige Kfz-Versicherungen. Sie decken Schäden an deinem eigenen Auto ab. Wenn du eine Teilkasko-Versicherung abschließt, bist du z.B. gegen Schäden durch Brand, Diebstahl, Sturm, Hagel, Wild, Marder und Glasbruch versichert. Eine Vollkasko-Versicherung zahlt darüber hinaus auch die Schäden, die an deinem Auto durch einen von dir selbst verschuldeten Unfall entstanden sind sowie Beschädigungen durch Unbekannte. Eine Vollkasko-Versicherung lohnt sich nur bei neueren Autos, während eine Teilkasko-Versicherung generell schon sinnvoll ist.

 

FAZIT

 

Ihr solltet euch auf jeden Fall und für jeden Fall absichern, denn das ist sehr wichtig für eure Zukunft und euren weiteren Lebensweg. Das gehört, wie der Einstieg ins Berufsleben zum Erwachsenwerden dazu, also lasst es nicht im Sande verlaufen. Ihr müsst entscheiden, was für euch wichtig ist, welche Versicherungen ihr für sinnvoll haltet und was ihr lieber lasst. Bisher wart ihr bei euren Eltern versichert und nun müsst ihr das alles selbstverantwortlich für euch aushandeln, das ist ein neuer Weg, aber er wird euch zu Gute kommen. Denkt daran: Gut versichert ist die halbe Miete!