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Bereits im ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts wurde in Kassel ein feststehendes Theatergebäude errichtet: das sich direkt neben dem Staatstheater befindliche Ottoneum, das heutzutage als Naturkundemuseum genutzt wird, galt als eines der ältesten seiner Art nördlich der Alpen. Auch nach dessen Aufgabe entstanden weitere Gebäude als Spielstätten für das örtliche Schauspiel mit öffentlichem Charakter. An der Königsstraße entstand im 18. Jahrhundert das Opernhaus, in dem die Sängerin Elisabeth Mara erste Erfolge feierte und Louis Spohr dirigierte.

 

Auf Anordnung des Kaisers Wilhelm II. entstand im Jahr 1909 ein neuer Theaterbau, der über eine der größten Bühnen Deutschlands und über 1450 Sitzplätze verfügte. Das Gebäude wurde während des Zweiten Weltkrieges beschädigt und daher von den beiden Architekten Paul Bode und Ernst Brunding bis 1959 durch den bestehenden Neubau ersetzt. Vorausgegangen war ein Architekturwettbewerb, dessen futuristischer Siegerentwurf von Hans Scharoun allerdings nicht umgesetzt wurde. Die Wettbewerbsentwürfe sind im Stadtmuseum Kassel zu sehen. Im Jahr 1983 kam als zusätzliche Spielstätte die Studiobühne tif (Theater im Fridericianum) mit 99 Sitzplätzen hinzu.

 

Das Orchester gilt als eines der ältesten Deutschlands. Im Jahr 1502 fand es bereits als Hofkapelle Erwähnung.